{"id":23,"date":"2013-04-05T21:54:32","date_gmt":"2013-04-05T19:54:32","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.mellnau.de\/?p=23"},"modified":"2021-01-17T12:16:55","modified_gmt":"2021-01-17T10:16:55","slug":"das-15-jahrhundert-der-burg-mellnau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/?p=23","title":{"rendered":"Das 15. Jahrhundert der Burg Mellnau"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"initialcap\">Z<\/span><br>u Beginn des neuen Jahrhunderts wurde der Graf Heinrich von Waldeck zum Oberamtmann \u00fcber die mainzischen Burgen und St\u00e4dte Battenberg, Geismar, Rosenthal, Elnhog (Mellnau) und Wetter ernannt<sup class='footnote'><a href='#fn-23-1' id='fnref-23-1' onclick='return fdfootnote_show(23)'>1<\/a><\/sup>. Pfandherr und in der Folgezeit auch Amtmann von Mellnau und Wetter war jedoch weiterhin Ritter Wigand 1. von Hatzfeld, Sohn Krafts IV., mit seinen Br\u00fcdern. Allerdings war das Pfand an der Burg Mellnau seit den Tagen Guntrams und Krafts IV. in 2 Teile geteilt, und so gab es seitdem eigentlich immer 2 Burgherren (einen Amtmann und einen Stellvertreter) und 2 Amtmannswohnungen auf der Burg.<\/p>\n<div id=\"attachment_1729\" style=\"width: 399px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Burg-Mellnau-nach-einer-Zeichnung-von-Otto-Ubbelohde.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1729\" class=\" wp-image-1729 \" alt=\"Burg Mellnau nach einer Zeichnung von Otto Ubbelohde\" src=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Burg-Mellnau-nach-einer-Zeichnung-von-Otto-Ubbelohde.png\" width=\"389\" height=\"498\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1729\" class=\"wp-caption-text\">Burg Mellnau nach einer Zeichnung von Otto Ubbelohde<\/p><\/div>\n<p>Der Kraftsche Pfandanteil (sp\u00e4ter auch der \u201eHatzfeldische&#8220; genannt) ging nach Ritter Wigands I. Tode 1423 auf seinen Sohn Wigand II. und nach dessen Tode 1440 auf seinen Sohn Ritter Johann VI. \u00fcber. Als dieser schon 1449 ohne Erben starb, fiel er an Wigands II. Bruder, Ritter Gottfried VI. von Hatzfeld, der dann zugleich Amtmann von Mellnau und Wetter war. &#8211; Mitpfandherr auf der Burg (wegen des ehemals Guntramschen Anteils) war nach 1400 zun\u00e4chst dessen letzter Enkel, Krafts VI. Sohn Kraft IX., der aber auch schon 1408 starb. Seitdem traten an dessen Stelle die Ritter Wigand und Johann Gaugrebe (Br\u00fcder, aus Medebach im Sauerland), denen der Erzbischof 1408 f\u00fcr 1500 Gulden die H\u00e4lfte des Schlosses Mellnau und des mainzischen Teiles von Wetter \u00fcberlie\u00df, \u201ewie solches Guntram von Hatzfeld und seine Nachkommen bisher innegehabt&#8220; hatten<sup class='footnote'><a href='#fn-23-2' id='fnref-23-2' onclick='return fdfootnote_show(23)'>2<\/a><\/sup>). Nach ihrem Tode k\u00fcndigte der Erzbischof 1422 ihren Witwen die Pfandschaft und \u00fcbertrug sie nun an den Ritter Ludwig von Erfurtshausen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-3' id='fnref-23-3' onclick='return fdfootnote_show(23)'>3<\/a><\/sup>, Sohn des Mellnauer Burgmanns Friedrich von Erfurtshausen, der seit 1391 schon die ehemals Kniboschen Burglehen innehatte, die Ludwig 1434 an die von Hatzfeld weiter verkaufte<sup class='footnote'><a href='#fn-23-4' id='fnref-23-4' onclick='return fdfootnote_show(23)'>4<\/a><\/sup>. Er war also seit 1422 Mit-Pfand- und Burgherr neben seinem Verwandten Wigand II. von Hatzfeld. Da er keine S\u00f6hne hatte, ging sein Anteil um 1437 auf einen anderen Verwandten Ludwigs, den Mellnauer Burgmann und Edelknecht Johann von L\u00f6wenstein \u00fcber, den Enkel des Burgmanns Gottfried von L\u00f6wenstein-Schweinsberg von 1381. Nach dessen Tode erbten diese ehemals Guntramsche H\u00e4lfte seine Br\u00fcder, die Edelknechte Vaupel (Volpert) und Gerlach von L\u00f6wenstein, die aber nicht auf Elnhog dienten. Sie verpf\u00e4ndeten deshalb ihr Pfandrecht an den Burgmann Johann von Wolmeringhausen (in Waldeck), der 1436 nach dem Aussterben der von Heppenberg schon deren Hof und G\u00fcter zu Mellnau aufgekauft hatte, und nach dessen Tode um 1460 vor\u00fcbergehend an Gottfried VI. von Hatzfeld<sup class='footnote'><a href='#fn-23-5' id='fnref-23-5' onclick='return fdfootnote_show(23)'>5<\/a><\/sup>, der die andere, ehemals Kraftsche H\u00e4lfte schon innehatte. Noch im selben Jahre l\u00f6sten die Br\u00fcder von L\u00f6wenstein aber offenbar ihre Pfandh\u00e4lfte wieder ein und verkauften sie gr\u00f6\u00dftenteils &#8211; f\u00fcr 1300 Gulden &#8211; an den Ritter Johann von Nordeck zur Rabenau, der gleichzeitig von dem Sohn Johanns von Wolmeringhausen &#8211; jetzt Amtmann in Waldeck<sup class='footnote'><a href='#fn-23-6' id='fnref-23-6' onclick='return fdfootnote_show(23)'>6<\/a><\/sup> &#8211; den Heppenberger Hof kaufte und nun Mitbesitzer der Burg Elnhog neben dem angestammten Burg- und Pfandherrn, dem mainzischen Amtmann Gottfried VI. von Hatzfeld war. Mit einem kleinen Rest ihres fr\u00fcheren Anteils (im Wert von 200 Gulden) waren auch die Br\u00fcder von L\u00f6wenstein noch daran beteiligt.<\/p>\n<p>Damit wurden zugleich die Beziehungen der Burg Elnhog zum Erzbischof von Mainz immer lockerer, sie wurden immer mehr nur noch gesch\u00e4ftliche statt politische. Die mainzischen Amtm\u00e4nner von Mellnau und Wetter waren zwar in der Regel immer noch die von Hatzfeld, die Nachkommen Krafts IV. des Gro\u00dfen, diese verwalteten allerdings schon seit 1387 zugleich auch die hessische H\u00e4lfte von Wetter, die ihnen der Landgraf verpf\u00e4ndet hatte, und dienten so regelm\u00e4\u00dfig beiden Herren. Pfandherr zu Mellnau konnte aber jetzt auch jeder andere Ritter oder gar nur Edelknecht werden, der an den bisherigen Pfandbesitzer oder dessen Erben den entsprechenden Geldbetrag zahlte, denn der Erzbischof selbst konnte die Pf\u00e4nder nie mehr einl\u00f6sen. Die Doppelstellung der Hatzfelder als zugleich Mainzer und hessische Amtm\u00e4nner von Wetter f\u00fchrte ohnehin dazu, da\u00df sie in den k\u00fcnftigen Fehden zwischen dem Landgrafen und dem Erzbischof sich regelm\u00e4\u00dfig neutral verhielten. Hinzu kam, da\u00df an die Stelle der hundertj\u00e4hrigen Fehden zwischen diesen alten Erzfeinden im neuen Jahrhundert \u00fcberhaupt mehr und mehr die Fehden zwischen den Hessen und den \u201eWestf\u00e4lingern&#8220; traten, in denen die Burg Mellnau als solche keine so entscheidende Rolle mehr spielte.<\/p>\n<p>So kam es, da\u00df schon in der ersten Fehde dieses Jahrhunderts der Ritter Wigand I. von Hatzfeld von Mellnau und Wetter aus nicht an der Seite der erzbisch\u00f6flichen sondern der landgr\u00e4flichen Truppen am Kampfe gegen den westf\u00e4lischen Raubritter Friedrich von Padberg und seine Genossen teilnahm. Schon im Fr\u00fchsommer <strong>1400<\/strong> hatte Graf Heinrich von Waldeck, damals mainzischer Oberamtmann in Oberhessen, zusammen mit seinen Helfern, darunter auch Friedrich von Padberg, einen r\u00e4uberischen Zug von Battenberg nach Wetter, Sch\u00f6nstadt, Rauschenberg und bis B\u00fcrgeln unternommen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-7' id='fnref-23-7' onclick='return fdfootnote_show(23)'>7<\/a><\/sup>. Wieder einmal hatte die Bev\u00f6lkerung der betroffenen Orte allein die Leiden der Kriegf\u00fchrung zu tragen. Wieder einmal waren, wie \u00fcblich, die H\u00e4user ausgepl\u00fcndert und ausgebrannt, die Felder verw\u00fcstet und das Vieh der Bauern weggef\u00fchrt worden. Als dann ein Jahr sp\u00e4ter, im Sommer <strong>1401<\/strong>, die Landgr\u00e4flichen von Marburg und Frankenberg aus einem Rachezug gegen Waldeck und die Westf\u00e4linger unternahmen, da schlo\u00df sich ihnen auch Wigand von Hatzfeld als Amtmann von Wetter mit einer kampfkr\u00e4ftigen Truppe an, um Friedrich von Padberg unsch\u00e4dlich zu machen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-8' id='fnref-23-8' onclick='return fdfootnote_show(23)'>8<\/a><\/sup>. Ja er war dabei mit seinen Mellnauer Rittern und Edelknechten, verst\u00e4rkt durch bewaffnete Wettersche B\u00fcrger, so erfolgreich, da\u00df er zahlreiche Gefangene machte; und wieder einmal kam es dann zwischen dem Landgrafen und ihm zu einem heftigen Streit wegen dieser Gefangenen und der Verteilung des L\u00f6segeldes. Er lie\u00df sich aber nicht dem\u00fctigen wie damals Kraft VI, sondern verlangte die Einsetzung eines Schiedsgerichts. Dies entschied den Streit dahin<sup class='footnote'><a href='#fn-23-9' id='fnref-23-9' onclick='return fdfootnote_show(23)'>9<\/a><\/sup>, da\u00df Ritter Wigand von Hatzfeld f\u00fcr die Westf\u00e4linger Ritter, die er in seiner Gewalt hatte, die L\u00f6sungssummen selbst bestimmen und davon die H\u00e4lfte f\u00fcr sich behalten, die andere H\u00e4lfte dem Landgrafen geben sollte; und umgekehrt sollte er von der L\u00f6sungssumme, die der Landgraf von Friedrich von Padberg und seinen Gesellen bekam, sein Teil von mindestens 50 Gulden haben. Alle Gefangenen aber sollten gegen\u00fcber Wigand wie dem Landgrafen \u201eUrfehde&#8220; schw\u00f6ren, d. h. da\u00df sie sich nicht daf\u00fcr r\u00e4chen wollten.<\/p>\n<p><strong>Wigand I. von Hatzfeld<\/strong> war \u00fcberhaupt ein recht zielbewu\u00dfter und tatkr\u00e4tiger Herr. Zu Anfang des Jahres 1400 hatte er seine Befugnisse <strong>als mainzischer Amtmann<\/strong> zu Wetter und Mellnau vor\u00fcbergehend an den mainzischen Oberamtmann Graf Heinrich von Waldeck abtreten m\u00fcssen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-10' id='fnref-23-10' onclick='return fdfootnote_show(23)'>10<\/a><\/sup>. Das war aber bald wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht worden. Ein Jahr sp\u00e4ter machte ihn der neue Erzbischof Johann von Mainz, gegen Zahlung von 860 Gulden, sogar noch zus\u00e4tzlich zum Pfandherrn und Amtmann von Rosenthal, wie er es fr\u00fcher schon einmal gewesen war<sup class='footnote'><a href='#fn-23-11' id='fnref-23-11' onclick='return fdfootnote_show(23)'>11<\/a><\/sup>. 1407 hatte er in Wetter neben dem landgr\u00e4flichen und dem erzbisch\u00f6flichen Schulthei\u00df auch noch einen eigenen Schulthei\u00df am Gericht sitzen, namens Berthold Pfannenstiel<sup class='footnote'><a href='#fn-23-12' id='fnref-23-12' onclick='return fdfootnote_show(23)'>12<\/a><\/sup>. Im Jahr 1410, als der K\u00f6nig Ruprecht gestorben und der Erzbischof wieder des Landgrafen Hermann Feind geworden war, sollen sich Wigands Mellnauer und Rosenthaler Ritter und Knechte auch wieder an Streifz\u00fcgen nach Marburg und Frankenberg, gegen die landgr\u00e4flichen St\u00e4dte, beteiligt haben<sup class='footnote'><a href='#fn-23-13' id='fnref-23-13' onclick='return fdfootnote_show(23)'>13<\/a><\/sup>. Um die gleiche Zeit erscheint er allerdings auch wiederholt als B\u00fcrge und Rat des Landgrafen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-14' id='fnref-23-14' onclick='return fdfootnote_show(23)'>14<\/a><\/sup>. 3 Jahre sp\u00e4ter, am 1. Mai <strong>1413<\/strong>, als der greise Landgraf Hermann eben die letzten Kriegsvorbereitungen zu einem neuen gro\u00dfen Gegenzug traf, \u00fcbergab Wigand zusammen mit seinem Bruder Guntram (sp\u00e4ter Komtur zu Wiesenfeld) alle ihre Pfandbriefe \u00fcber Mellnau und Wetter seinem Sohn Gottfried VI. zur Verwahrung. Die Vorsichtsma\u00dfnahme war jedoch nicht mehr n\u00f6tig, weil Landgraf Hermann schon 3 Wochen sp\u00e4ter verstarb<sup class='footnote'><a href='#fn-23-15' id='fnref-23-15' onclick='return fdfootnote_show(23)'>15<\/a><\/sup>. Daf\u00fcr focht Wigand noch in mancher anderen Fehde, besonders in Westfalen, mit. Er war auch sonst sehr erfolgreich, denn er erwarb sp\u00e4ter alle Rechte seiner Br\u00fcder und ihrer Erben, auch an Mellnau, f\u00fcr sich<sup class='footnote'><a href='#fn-23-16' id='fnref-23-16' onclick='return fdfootnote_show(23)'>16<\/a><\/sup>, so da\u00df er schlie\u00dflich das ganze v\u00e4terliche Erbe in seiner Hand hatte. Im Jahre 1420 erhielt er von dem Grafen von Ziegenhain sogar noch alle Ziegenhainer Leibeigenen in der Grafschaft Wetter<sup class='footnote'><a href='#fn-23-17' id='fnref-23-17' onclick='return fdfootnote_show(23)'>17<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Nach Wigands I. Tode scheint sich das Verh\u00e4ltnis allerdings bald verschlechtert zu haben. So kam es im Sommer <strong>1431<\/strong> zu einer Fehde zwischen dem Grafen Johann von Ziegenhain und einer Anzahl von Rittern unter der F\u00fchrung des Herrn Ludwig von Erfurtshausen, der damals 2. Pfandherr auf Mellnau war. Dieser Zug nahm aber ein rasches und betr\u00fcbliches Ende<sup class='footnote'><a href='#fn-23-18' id='fnref-23-18' onclick='return fdfootnote_show(23)'>18<\/a><\/sup>, denn der Graf von Ziegenhain stellte seinen Feinden bei Weiderichshausen, einem ehemaligen Dorf bei dem jetzigen Rittergut Sch\u00f6nstadt, eine Falle und fing den ganzen Haufen, \u201e33 edle M\u00e4nner au\u00dfer den andern Reisigen&#8220;, mit Ludwig von Erfurtshausen, seinem Schwager Gerlach von Breidenbach und seinem Neffen Gottfried genannt der Rauhe von Hatzfeld an der Spitze. Das war am Tag nach Kiliani (9. Juli). Unter den \u00fcbrigen gefangenen Edelleuten waren u. a. Philipp von Breidenbach, Gerlachs Bruder, sein Schwiegervater Gottlieb von Hanxleden und dessen S\u00f6hne Gottfried und Johann von Hanxleden<sup class='footnote'><a href='#fn-23-19' id='fnref-23-19' onclick='return fdfootnote_show(23)'>19<\/a><\/sup>, dieser ein Schwiegersohn Wigands II, von Hatzfeld zu Mellnau; ferner sicher auch Ludwigs Schwiegers\u00f6hne: Johann Schenk von Schweinsberg, Johann Riedesel, Johann von Dersch und Philipp von Buseck<sup class='footnote'><a href='#fn-23-20' id='fnref-23-20' onclick='return fdfootnote_show(23)'>20<\/a><\/sup>, ebenso wohl die Mellnauer Burgmannen: Peter von Treisbach (der Gro\u00dfvater des gleichnamigen sp\u00e4teren Marburger Hofkanzlers), dessen Sohn Volpert dann auch eine Tochter Ludwigs von Erfurtshausen zur Frau nahm; Hartmann von Hohenfels, ein Schwiegersohn Wigands von Hatzfeld; und der junge Johann (Henne) Milchling von Sch\u00f6nstadt, auf dessen Rittergut sich der Haufen vielleicht gerade versammelt hatte. Sie alle mu\u00dften hohes L\u00f6segeld zahlen, um wieder frei zu kommen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-21' id='fnref-23-21' onclick='return fdfootnote_show(23)'>21<\/a><\/sup>. Weiderichshausen ist seitdem w\u00fcst. Aber die Acker, wo es lag, und wo noch jetzt gelegentlich Reste von Mauern der ehemaligen H\u00e4user ausgegraben werden, hei\u00dfen noch heute die \u201eKriegs\u00e4cker&#8220;<sup class='footnote'><a href='#fn-23-22' id='fnref-23-22' onclick='return fdfootnote_show(23)'>22<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Das war die gleiche Zeit, in der auch die letzten <strong>H\u00f6fe von Kene<\/strong> nach Mellnau verlegt wurden. Im 13. Jahrhundert waren die ersten H\u00e4user im \u201eTal&#8220; hinter dem Burgberg erbaut worden, die sp\u00e4ter den Kern des Mellnauer \u201eOberdorfs&#8220; bildeten. Im 14. Jahrhundert hatten das 1000j\u00e4hrige Kene im Wiesengrund des Steddebachs am westlichen Fu\u00df des Berges und das 100j\u00e4rige Mellnau auf der jenseitigen H\u00f6he \u00f6stlich der Burg nebeneinander bestanden. Im 15. Jahrhundert nun wurden auch die letzten dort noch vorhandenen H\u00f6fe auf die Anh\u00f6he s\u00fcdlich der Burg verlegt, wo sie seitdem das \u201eUnterdorf&#8220; bildeten<sup class='footnote'><a href='#fn-23-23' id='fnref-23-23' onclick='return fdfootnote_show(23)'>23<\/a><\/sup>. In Kene hatte es offenbar von jeher au\u00dfer den schon genannten 6 Lehnsh\u00f6fen des Stifts Wetter, die inzwischen mit Mellnauer Burgsitzen verbunden wurden<sup class='footnote'><a href='#fn-23-24' id='fnref-23-24' onclick='return fdfootnote_show(23)'>24<\/a><\/sup>, noch 2 weitere, freie Adelsg\u00fcter gegeben: Das \u201eGut prope Kene&#8220;, das die von Hatzfeld 1309 (zusammen mit ihrer M\u00fchle zu Simtshausen und G\u00fctern bei Wollmar) dem Landgrafen auftrugen; es war offenbar das gleiche freie Gut \u201evor dem Schlosse Mellnau&#8220;, das 1470 Eckhardt von Gilsa und seine Kinder dem Stift Wetter verkauften und das noch 1784 der \u201eGilser Hof&#8220; genannt wurde. Ferner das \u201eGut allern\u00e4chst Elnhog&#8220;, das die von Flekkenb\u00fchl (ehemals Marburger Ritter und Burgmannen) bereits 1343 als ihr \u201eeigen Gut&#8220; besa\u00dfen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-25' id='fnref-23-25' onclick='return fdfootnote_show(23)'>25<\/a><\/sup>, es ging 1515 an die von Hatzfeld zu Fleckenb\u00fchl und 1629 an ihre Erben, die von Scholley daselbst \u00fcber. Beide G\u00fcter bestanden noch als geschlossene Mellnauer H\u00f6fe bis um 1850. &#8211; Im Jahre 1345 verkaufte auch der Ritter Johann von Biedenfeld zu Frankenberg noch eine Rente aus seinem Hofe zu Kene<sup class='footnote'><a href='#fn-23-26' id='fnref-23-26' onclick='return fdfootnote_show(23)'>26<\/a><\/sup>; 1423 besa\u00dfen die Gebr\u00fcder von Hatzfeld zu Mellnau noch ein weiteres freies Gut zu Kene, das der Mellnauer Bauer Hermann Sch\u00f6nstadt pfandweise innegehabt hatte; und 1447 setzte das Stift Wetter einen Hof zu \u201eKeyne&#8220;, den der Mellnauer Bauer Hans Boning bebaute, der Witwe des verstorbenen Ritters Wigand II. von Hatzfeld zum Pfande. 1490 wurden die von Hatzfeld zum letzten Male von dem Landgrafen neben dem \u201eBurgsitz&#8220; zu Mellnau mit \u201e2 Hufen zu Kene&#8220; belehnt<sup class='footnote'><a href='#fn-23-27' id='fnref-23-27' onclick='return fdfootnote_show(23)'>27<\/a><\/sup>. Im 16. Jahrhundert waren die gleichen stiftischen und hatzfeldischen G\u00fcter aber schon v\u00f6llig in der Mellnauer Gemarkung aufgegangen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-28' id='fnref-23-28' onclick='return fdfootnote_show(23)'>28<\/a><\/sup>, und auch die Zehnten von Kene und Mellnau, die dem Johanniterkloster zu Wiesenfeld geh\u00f6rten, waren miteinander vereinigt<sup class='footnote'><a href='#fn-23-29' id='fnref-23-29' onclick='return fdfootnote_show(23)'>29<\/a><\/sup>. Das gleiche galt f\u00fcr <strong>die Kirche.<\/strong> Um 1420 war Kene noch ein selbst\u00e4ndiges \u201eKirchdorf&#8220; im Pfarrbezirk Wetter &#8211; neben den benachbarten Orten Oberwetter bei der Kranzm\u00fchle und Oberste Rosphe unter der Hundeburg<sup class='footnote'><a href='#fn-23-30' id='fnref-23-30' onclick='return fdfootnote_show(23)'>30<\/a><\/sup>, w\u00e4hrend Mellnau bis dahin nur eine kleine Kapelle in der Burg besa\u00df. Nun trat Mellnau an seine Stelle, und das Kirchlein \u201eZum Heiligen Kreuz&#8220; wurde aus dem Wiesengrund auf die H\u00f6he verlegt, und zwar nahe bei die Burg, wo es, wenngleich im 16. Jahrhundert ungebaut, noch bis 1883 stand<sup class='footnote'><a href='#fn-23-31' id='fnref-23-31' onclick='return fdfootnote_show(23)'>31<\/a><\/sup>. 1460 stiftete der Amtmann Gottfried von Hatzfeld darin einen Altar<sup class='footnote'><a href='#fn-23-32' id='fnref-23-32' onclick='return fdfootnote_show(23)'>32<\/a><\/sup>. Seit 1499 durfte der Stadtpriester von Wetter dort die Heilige Messe lesen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-33' id='fnref-23-33' onclick='return fdfootnote_show(23)'>33<\/a><\/sup>, und das \u201eKirchdorf&#8220; war nun Mellnau.<\/p>\n<div id=\"attachment_1730\" style=\"width: 395px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Melnau-Nach-einem-Stahlstich.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1730\" class=\" wp-image-1730 \" alt=\"Melnau - Nach einem Stahlstich\" src=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Melnau-Nach-einem-Stahlstich.png\" width=\"385\" height=\"382\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1730\" class=\"wp-caption-text\">Melnau &#8211; Nach einem Stahlstich<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebenso wie in Kene wurden um die gleiche Zeit die H\u00f6fe und das Kirchlein von Oberwetter nach Wetter und von Oberste Rosphe nach Oberrosphe verlegt. Die alten Fluren aber wurden regelm\u00e4\u00dfig durch die Besitzer von dem neuen gr\u00f6\u00dferen Ort aus weiter bewirtschaftet<sup class='footnote'><a href='#fn-23-34' id='fnref-23-34' onclick='return fdfootnote_show(23)'>34<\/a><\/sup>. Au\u00dfer anderen Gr\u00fcnden mag zur Aufgabe der alten Hofst\u00e4tten und ihrer Verlegung in die gesch\u00fctzteren Nachbarorte gerade auch <strong>das Fehdeunwesen<\/strong> der damaligen Zeit viel beigetragen haben<sup class='footnote'><a href='#fn-23-35' id='fnref-23-35' onclick='return fdfootnote_show(23)'>35<\/a><\/sup>. \u00dcberhaupt war das alte ehrenwerte Ritterwesen inzwischen weitgehend entartet und sank mehr und mehr zum blo\u00dfen Raubrittertum herab<sup class='footnote'><a href='#fn-23-36' id='fnref-23-36' onclick='return fdfootnote_show(23)'>36<\/a><\/sup>. Auch die alte erzbisch\u00f6fliche Kampfburg Elnhog entwickelte sich im 15. Jahrhundert rasch zu einer blo\u00dfen Raubritterburg der jeweils darauf sitzenden Herren. Schon seit etwa <strong>1430<\/strong> diente dort <strong>der Edelknecht Johann von L\u00f6wenstein<\/strong>, ein Enkel jenes Gottfried von L\u00f6wenstein, der schon 1381 durch einen blutigen Raubzug nach Marburg von sich reden gemacht und viel Unheil angerichtet hatte. Johann wurde als Nochfolger Ludwigs von Erfurtshausen, mit dem er verwandt war, dann sogar 2. Pfandherr auf Burg Elnhog. Er machte seinem Geschlecht und der Burg wenig Ehre, denn er erlaubte sich mancherlei \u00dcbergriffe. Die auf der Weinstra\u00dfe und auf dem S\u00e4lzerweg an Mellnau vor\u00fcberziehenden Kaufleute griff er auf offener Stra\u00dfe an und raubte sie aus<sup class='footnote'><a href='#fn-23-37' id='fnref-23-37' onclick='return fdfootnote_show(23)'>37<\/a><\/sup>. Als ihn darauf einmal Soldaten des Landgrafen bei Frankenberg fa\u00dften, gefangen nahmen und nach Kassel brachten, schwor er zun\u00e4chst \u201eUrfehde&#8220; (d. h. sich nicht daf\u00fcr zu r\u00e4chen) und wurde auf Bitten seiner Freunde 1432 aus dem Gef\u00e4ngnis vorl\u00e4ufig wieder entlassen. Vorher verzichtete er ausdr\u00fccklich auf alle Klagen gegen den Landgrafen, wollte wegen etwaiger Klagen gegen dessen Untertanen seine Entscheidung befolgen, verzichtete auf Waffengewalt und verpflichtete sich, sich j\u00e4hrlich an Pfingsten im Schlo\u00df zu Kassel als Gefangener zu melden. Nachher aber hielt er nichts davon, behauptete, er sei zu diesem Schwur gezwungen worden, und lie\u00df zur Rache durch seine Knechte wieder landgr\u00e4fliche Untertanen auf offener Stra\u00dfe \u00fcberfallen, gefangen nehmen, auspl\u00fcndern und im Burgwald geknebelt an B\u00e4ume binden. Auf die mehrfache Aufforderung, den fr\u00fcher ausgeraubten Kaufleuten Schadensersatz zu leisten, griff er nur neue Kaufleute auf der Stra\u00dfe an und setzte sie auf dem Schlo\u00df Mellnau gefangen, bis sie L\u00f6segeld zahlten. Im Jahre <strong>1434<\/strong> sagten ihm deshalb auch die Grafen von Hanau und Saarbr\u00fccken, deren Untertanen solche Kaufleute waren, die Fehde an und unternahmen schlie\u00dflich zusammen mit den Leuten des Landgrafen einen Angriff auf das Schlo\u00df, nahmen es ein, befreiten die Kaufleute und gaben ihnen ihre Habe wieder. Johann unternahm daf\u00fcr anschlie\u00dfend neue Raub- und Rachez\u00fcge gegen den Landgrafen und schrieb \u00f6ffentliche Schm\u00e4hbriefe gegen ihn, so da\u00df Landgraf Ludwig sich schlie\u00dflich mit der Bitte um Abhilfe an den Kaiser Sigismund zu Prag wandte und der Kaiser selber eingreifen mu\u00dfte. Durch \u00f6ffentliche Bekanntmachung von <strong>18. 9. 1437<\/strong> befahl er seinen St\u00e4dten Frankfurt, Friedberg, Wetzlar und Gelnhausen und seinen Burgleuten zu Friedberg, den Johann von L\u00f6wenstein und seine Helfer nicht in ihre St\u00e4dte und Burgen aufzunehmen, ihm nicht zu helfen, Schutz zu gew\u00e4hren oder Geleit zu geben, bis dieser sich mit dem Landgrafen Ludwig von Hessen geeinigt habe oder ihr Streit vor ihm, dem Kaiser, ausgetragen worden sei<sup class='footnote'><a href='#fn-23-38' id='fnref-23-38' onclick='return fdfootnote_show(23)'>38<\/a><\/sup>. Danach wurde Johann von L\u00f6wenstein zu\u00acsammen mit dem Landgrafen auf einen \u201eRechtstag&#8220; nach Frankfurt geladen und bekam hierf\u00fcr von der Stadt Frankfurt freies Geleit, obwohl er gerade auch Frankfurter Kaufleute ausgeraubt hatte. (Seine Knechte hatten u. a. Frankfurter B\u00fcrgern in der Gegend von Fronhausen 2 Pferde weggenommen). Tats\u00e4chlich erschien er in Frankfurt w\u00e4hrend der Herbstmesse 1438, angeblich um mit der Stadt \u00fcber einen Schadensersatz zu verhandeln, benutzte das freie Geleit aber dazu, unterwegs wieder Untertanen des Landgrafen Schaden zuzuf\u00fcgen. Als diese darauf von der Stadt Frankfurt die Aufhebung des freien Geleits forderten, verlie\u00df er eilig die Stadt wieder und schrieb anschlie\u00dfend einen \u00f6ffentlichen \u201eScheltbrief&#8220; gegen den Landgrafen. Darin behauptete er, der Landgraf habe ihn in Frankfurt in eine Falle locken und gefangen nehmen wollen, und f\u00fcgte ein Bild dazu, auf dem dieser mit dem Kopf nach unten an einem Galgen h\u00e4ngend abgemalt war<sup class='footnote'><a href='#fn-23-39' id='fnref-23-39' onclick='return fdfootnote_show(23)'>39<\/a><\/sup>. Auf diese schwere Beleidigung hin lehnte der Landgraf weitere Verhandlungen ab und verb\u00fcndete sich <strong>1439\/1440<\/strong> noch mit anderen Gro\u00dfen wie den Erzbisch\u00f6fen von Mainz und K\u00f6ln, um dem r\u00e4uberischen Unwesen des Johann von L\u00f6wenstein &#8211; von dem sich inzwischen auch seine ganze Familie losgesagt hatte &#8211; endg\u00fcltig ein Ende zu bereiten. Erst dieser \u00dcbermacht gelang es jetzt, dem kleinen Raubritter aus Mellnau das Handwerk zu legen. Bezeichnend ist dabei, da\u00df der Erzbischof von Mainz gegen seinen eigenen Burgmann Krieg f\u00fchrte. Seit 1440 ist von ihm nichts mehr bekannt. Anscheinend ist er bei dem Feldzug zu Tode oder f\u00fcr immer hinter Schlo\u00df und Riegel gekommen. Seine j\u00fcngeren Br\u00fcder, die Edelknechte Vaupel und Gerlach von L\u00f6wenstein, verpf\u00e4ndeten alsbald die Pfandrechte Johanns an der Burg sowie an Stadt und Amt Wetter<sup class='footnote'><a href='#fn-23-40' id='fnref-23-40' onclick='return fdfootnote_show(23)'>40<\/a><\/sup> und verkauften schlie\u00dflich 1460 den gr\u00f6\u00dften Teil f\u00fcr 1300 Gulden an den Ritter Johann von Nordeck; den Rest verkauften sie 1479 f\u00fcr 200 Gulden an den Landgrafen und verzichteten dabei noch einmal ihm gegen\u00fcber ausdr\u00fccklich auf alle Rechte, die sie als Erben jenes Johann von L\u00f6wenstein an dem Schlo\u00df Elnhog hatten<sup class='footnote'><a href='#fn-23-41' id='fnref-23-41' onclick='return fdfootnote_show(23)'>41<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Wieweit die Pfandherren von Mellnau und Wetter in jenen verworrenen Zeiten auch noch Amtsbefugnisse als <strong>mainzische Amtm\u00e4nner<\/strong> daselbst hatten und aus\u00fcben durften, ist nicht ganz klar. Jedenfalls unterstanden sie in der Zeit <strong>zwischen 1424 und 1440<\/strong> jeweils den <strong>Oberamtm\u00e4nnern<\/strong>, die der Erzbischof f\u00fcr die \u201eSt\u00e4dte und Schl\u00f6sser Am\u00f6neburg, Fritzlar usw., Rosenthal, Mellnau und Wetter&#8220; einsetzte: das waren abwechselnd und nacheinander die Grafen von Ziegenhain, von Nassau, von Isenburg-B\u00fcdingen und von Waldeck. Und im Jahre 1438 \u00fcbernahm sogar Landgraf Ludwig \u201eder Friedfertige&#8220; selbst die \u201eSchirmherrschaft&#8220; \u00fcber alle mainzischen Lande und Leute in Hessen, darunter auch die Burg Mellnau<sup class='footnote'><a href='#fn-23-42' id='fnref-23-42' onclick='return fdfootnote_show(23)'>42<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>In den <strong>50er Jahren<\/strong> lebten dann vor allem die Streitigkeiten zwischen dem hessischen Landgrafen und den <strong>\u201eWestf\u00e4lingern&#8220;<\/strong> wieder auf, die bis in die 80er Jahre dauerten. An ihnen nahmen auf hessischer Seite vor allem gewappnete landgr\u00e4fliche Soldaten und B\u00fcrger aus Marburg, Wetter und Frankenberg; die jeweils besonders aufgeboten wurden, teil. Auf westf\u00e4lischer Seite war besonders der Ritter Johann von Hanxleden an den Raubz\u00fcgen nach Frankenberg und Wetter f\u00fchrend beteiligt<sup class='footnote'><a href='#fn-23-43' id='fnref-23-43' onclick='return fdfootnote_show(23)'>43<\/a><\/sup>, der \u00fcbrigens eine Nichte Gottfrieds von Hatzfeld, des jetzigen Amtmanns auf Elnhog, geheiratet hatte. Wieweit auch die Ritter und Edelknechte zu Elnhog sich an den wiederholten hessischen Gegenz\u00fcgen beteiligt haben, ist nicht ersichtlich. Gottfried von Hatzfeld wird schon durch seine Verwandtschaft daran gehindert gewesen sein. &#8211; Die politische und milit\u00e4rische Bedeutung der inzwischen 200 Jahre alten Burg wurde dagegen besiegelt durch eine Fehde vom Jahre 1462, die zwei gleichzeitig amtierende Erzbisch\u00f6fe von Mainz gegeneinander f\u00fchrten. Das war eine verwickelte Geschichte.<\/p>\n<p>Damals gab es n\u00e4mlich zugleich einen Erzbischof Dietrich von Mainz, den der Papst eben wegen politischer Gr\u00fcnde abgesetzt hatte, und einen Erzbischof Adolf von Mainz, den der Papst neu hatte w\u00e4hlen lassen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-44' id='fnref-23-44' onclick='return fdfootnote_show(23)'>44<\/a><\/sup>. Da jedoch Erzbischof Dietrich auf seinen alten Rechten beharrte, suchte ihm der neue Erzbischof Adolf die Herrschaft in der Mainzer Kirche &#8211; mit List und Gewalt &#8211; zu entrei\u00dfen. Gleichzeitig gab es aber auch 2 hessische Landgrafen, n\u00e4mlich die einander ebenso feindlichen Br\u00fcder Ludwig II. zu Kassel und Heinrich III. zu Marburg; jener beherrschte Niederhessen und dieser Oberhessen. Landgraf Ludwig zu Kassel schlo\u00df sich in dem beginnenden Mainzer Kirchenkampf dem neuen Erzbischof Adolf an, w\u00e4hrend Landgraf Heinrich zu Marburg zu dem alten Erzbischof Dietrich hielt. Beide lie\u00dfen sich daf\u00fcr als Belohnung von dem jeweiligen Erzbischof im voraus eine Anzahl St\u00e4dte und Burgen versprechen, so Ludwig von Erzbischof Adolf mehrere in Niederhessen und um Kassel herum, w\u00e4hrend Heinrich sich von Erzbischof Dietrich am <strong>1. 1. 1462<\/strong> f\u00fcr seine Kriegshilfe u. a. die oberhessischen St\u00e4dte und Schl\u00f6sser Battenberg, Rosenthal, Mellnau (\u201eBurg und Tal&#8220;), und halb Wetter versprechen lie\u00df<sup class='footnote'><a href='#fn-23-45' id='fnref-23-45' onclick='return fdfootnote_show(23)'>45<\/a><\/sup>. Zun\u00e4chst f\u00fchrte nun Landgraf Ludwig zu Kassel f\u00fcr Erzbischof Adolf im Februar 1462 einen siegreichen Feldzug quer durch Hessen durch, wobei er auch Am\u00f6neburg, Neustadt und Fritzlar eroberte<sup class='footnote'><a href='#fn-23-46' id='fnref-23-46' onclick='return fdfootnote_show(23)'>46<\/a><\/sup>. Dann unternahm Landgraf Heinrich zu Marburg f\u00fcr Erzbischof Dietrich im M\u00e4rz 1462 zusammen mit anderen Verb\u00fcndeten einen ebenso erfolgreichen Feldzug nach S\u00fcdhessen bis zum Neckar<sup class='footnote'><a href='#fn-23-47' id='fnref-23-47' onclick='return fdfootnote_show(23)'>47<\/a><\/sup>. Darauf frohlockte der alte Erzbischof bereits und befahl am <strong>5. April<\/strong> allen Bewohnern von Battenberg, Rosenthal und Wetter sowie den Pfandherren von Mellnau, &#8211; Gottfried von Hatzfeld und Johann von Nordeck zur Rabenau -, dem Landgrafen Heinrich zu Marburg als ihrem neuen Herrn zu huldigen. Am 20. Juni 1462 kaufte Landgraf Heinrich dem Johann von Nordeck zur Rabenau auch bereits dessen Pfandanteil an Mellnau und Wetter f\u00fcr 1200 rheinische Gulden, die er in Raten zu zahlen versprach, ab<sup class='footnote'><a href='#fn-23-48' id='fnref-23-48' onclick='return fdfootnote_show(23)'>48<\/a><\/sup>. Aber der alte Erzbischof hatte sich zu fr\u00fch gefreut: Ende Oktober 1462 wurde die Stadt Mainz von dem neuen Erzbischof Adolf erobert und sein Vorg\u00e4nger bald danach endg\u00fcltig zum Nachgeben gezwungen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-49' id='fnref-23-49' onclick='return fdfootnote_show(23)'>49<\/a><\/sup>. Als Friedensvermittler trat nun ausgerechnet der Verb\u00fcndete des geschlagenen alten Erzbischofs, Landgraf Heinrich III. zu Marburg auf. Dabei verhandelte er &#8211; oder besser sein Hofmeister, der \u201eheimliche Landgraf&#8220; Hans von D\u00f6rnberg &#8211; so geschickt, da\u00df ihm der siegreiche neue Erzbischof f\u00fcr die hohen Kriegsschulden seines geschlagenen Gegners alle die St\u00e4dte und Schl\u00f6sser \u00fcberlie\u00df, die jener ihm vor dem Kampfe versprochen hatte<sup class='footnote'><a href='#fn-23-50' id='fnref-23-50' onclick='return fdfootnote_show(23)'>50<\/a><\/sup>. Am <strong>5. Oktober 1463<\/strong> wurde im R\u00f6mersaal zu Frankfurt der Friede geschlossen, und durch <strong>Vertrag vom 6. 5. 1464<\/strong> wurden Battenberg, Rosenthal, \u201eMellnauwe&#8220; und die mainzische H\u00e4lfte von Wetter dem Marburger Landgrafen f\u00fcr 30 000 Gulden Kriegsschulden des abgesetzten Erzbischofs und weitere 10 000 Gulden Kaufgeld \u00fcberschrieben, wobei sich Mainz nur der Form halber die Oberherrschaft und den Wiederkauf vorbehielt, der aber nie erfolgte<sup class='footnote'><a href='#fn-23-51' id='fnref-23-51' onclick='return fdfootnote_show(23)'>51<\/a><\/sup>. Nach Einl\u00f6sung der St\u00e4dte und Burgen von den darauf noch ruhenden Pfandrechten sollten \u201ealle Mannen und Burgmannen, die darin sitzen, auch alle Amtleute, Torh\u00fcter, Pf\u00f6rtner, W\u00e4chter, B\u00fcrgermeister, B\u00fcrger und Einwohner der genannten St\u00e4dte und Schl\u00f6sser dem Landgrafen Heinrich und seinen Erben huldigen, geloben und schw\u00f6ren, ihm dienstbar und gehorsam zu sein, so wie sie es bisher uns und unserem Stift gewesen sind; ebenso sollen auch Landgraf Heinrich und seine Erben die Mannen und Burgmannen, die darin sitzen, zu jeder Zeit unterhalten und bezahlen, und die vorgenannten St\u00e4dte und D\u00f6rfer mit ihren Einwohnern, B\u00fcrgern und armen Leuten und ihr Gut getreulich verteidigen, sch\u00fctzen und schirmen, und die Schl\u00f6sser in gutem Bau halten ohne alle Gefahr &#8230;&#8220;. Alsbald danach erlie\u00df Landgraf Heinrich einen entsprechenden Huldigungsbrief vom <strong>17. 8. 1464<\/strong>, in welchem er sich seinerseits verpflichtete, die genannten St\u00e4dte und Schl\u00f6sser bei ihren alten Rechten zu belassen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-52' id='fnref-23-52' onclick='return fdfootnote_show(23)'>52<\/a><\/sup><\/p>\n<p><strong>Die Pfandherren<\/strong> der genannten Burgen und St\u00e4dte fand Landgraf Heinrich dann nacheinander ab. Den Johann von Nordeck, dessen Anteil an Mellnau er schon 2 Jahre zuvor gekauft hatte, hatte er daf\u00fcr schon damals einen Monat sp\u00e4ter an Stelle von Gottfried von Hatzfeld zum Amtmann von Mellnau und ganz Wetter ernannt, also 2 Jahre fr\u00fcher als er beides endg\u00fcltig erhielt<sup class='footnote'><a href='#fn-23-53' id='fnref-23-53' onclick='return fdfootnote_show(23)'>53<\/a><\/sup>. Nunmehr ernannte er den Mit-Pfandherrn Gottfried VI. von Hatzfeld zu seinem f\u00fcrstlichen Rat<sup class='footnote'><a href='#fn-23-54' id='fnref-23-54' onclick='return fdfootnote_show(23)'>54<\/a><\/sup>. Johann von Nordeck blieb aber sein Amtmann zu Mellnau und Wetter bis zum Sommer 1478, wobei er sich wegen des versprochenen Kaufpreises aus seinen dortigen Eink\u00fcnften befriedigen durfte. 1478 erkl\u00e4rte er sich in jeder Hinsicht f\u00fcr abgefunden und verkaufte dem Landgrafen zugleich noch seinen Heppenberger Hof, den er 1460 erworben hatte<sup class='footnote'><a href='#fn-23-55' id='fnref-23-55' onclick='return fdfootnote_show(23)'>55<\/a><\/sup>. &#8211; Den Rest des L\u00f6wensteinischen Anteils an der Burg Mellnau l\u00f6ste Landgraf Heinrich im Oktober 1479 von den Br\u00fcdern Vaupel und Gerlach von L\u00f6wenstein f\u00fcr 200 Gulden ein<sup class='footnote'><a href='#fn-23-56' id='fnref-23-56' onclick='return fdfootnote_show(23)'>56<\/a><\/sup>. &#8211; Im gleichen Jahre kaufte er schlie\u00dflich von den S\u00f6hnen Gottfrieds von Hatzfeld, Johann VII. und Kraft XI. von Hatzfeld, auch noch die Hatzfeldische H\u00e4lfte an Schlo\u00df Mellnau und Wetter. Daf\u00fcr ernannte er jetzt den einen der Br\u00fcder, den Ritter Kraft XI. von Hatzfeld, als Nachfolger Johanns von Nordeck zum landgr\u00e4flichen Amtmann von Mellnau und Wetter<sup class='footnote'><a href='#fn-23-57' id='fnref-23-57' onclick='return fdfootnote_show(23)'>57<\/a><\/sup>. Erst jetzt &#8211; also seit 1480 &#8211; geh\u00f6rte also die Burg Mellnau nebst Zubeh\u00f6r, wie die mainzische H\u00e4lfte von Wetter, praktisch ganz dem Landgrafen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-58' id='fnref-23-58' onclick='return fdfootnote_show(23)'>58<\/a><\/sup>, und seine dortigen Amtm\u00e4nner waren nur noch seine Beamten. Die Amtszeit Krafts XI. von Hatzfeld, der nunmehr erstmals wieder das gesamte Amt Wetter, ehemals mainzischen wie hessischen Anteils, verwaltete und mit seiner Frau Ursula von L\u00f6wenstein weiterhin auf Schlo\u00df Mellnau wohnte, w\u00e4hrend er seine zweite Wohnung in Wetter (au\u00dfer dem Pferdestall) vermietete, dauerte bis um das Jahr 1500<sup class='footnote'><a href='#fn-23-59' id='fnref-23-59' onclick='return fdfootnote_show(23)'>59<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Wegen der Mellnauer Burgmannen war in dem Vertrag von 1464 vereinbart worden, sie sollten ihre dortigen Burglehen (H\u00f6fe, G\u00fcter und Zinsen) nunmehr von beiden Teilen, dem Landgrafen als Pfandherrn und dem Erzbischof als Oberherrn und Eigent\u00fcmer, empfangen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-60' id='fnref-23-60' onclick='return fdfootnote_show(23)'>60<\/a><\/sup>. Die beiden Br\u00fcder von Hatzfeld indessen zogen aus der neuen Lage die Folgerungen und schlugen sich ganz auf die Seite des Landgrafen. Sie hielten sich an die Vereinbarung nur noch bis um 1475\/1476<sup class='footnote'><a href='#fn-23-61' id='fnref-23-61' onclick='return fdfootnote_show(23)'>61<\/a><\/sup>. Als 1485 der alte Erzbischof starb, lehnten sie es ab, ihre zahlreichen Mainzer Burg- und Mannlehen zu Mellnau, Wetter und an vielen anderen Orten weiterhin vom Erzbischof zu empfangen, und erkannten, rechtlich zweifellos zu Unrecht, nur noch den Landgrafen als den rechtm\u00e4\u00dfigen Oberherrn an. Dieser belehnte sie nun seinerseits allein mit den mainzischen Lehen, darunter sogar den uralten Kniboschen Burglehen von Hollende, und sch\u00fctzte sie in ihrem Besitz, so da\u00df selbst ein gro\u00dfes kurf\u00fcrstliches Lehensgericht von 1485, das denen von Hatzfeld alle mainzischen Lehen auf dem Papier entzog, sie nicht in ihrem Besitz st\u00f6ren konnte<sup class='footnote'><a href='#fn-23-62' id='fnref-23-62' onclick='return fdfootnote_show(23)'>62<\/a><\/sup>. Dagegen nahmen die alten Burgmannenfamilien derer von Treisbach und der Milchling von Sch\u00f6nstadt ihre Burglehen noch weit \u00fcber das Ende des Jahrhunderts hinaus von beiden Teilen entgegen, auch als sie schon l\u00e4ngst nicht mehr dort wohnten oder dienten<sup class='footnote'><a href='#fn-23-63' id='fnref-23-63' onclick='return fdfootnote_show(23)'>63<\/a><\/sup>. Henne Milchling von Sch\u00f6nstadt hatte sein Burglehen 1480 sogar vor\u00fcbergehend an das Stift Wetter verpf\u00e4ndet<sup class='footnote'><a href='#fn-23-64' id='fnref-23-64' onclick='return fdfootnote_show(23)'>64<\/a><\/sup>. Seine Nachkommen bekannten sich noch nach 1700 als mainzische Burgmannen und Gefolgsleute des Erzbischofs zu Mellnau, als sie schon seit Jahrhunderten evangelisch waren und die Burg l\u00e4ngst eine Ruine war<sup class='footnote'><a href='#fn-23-65' id='fnref-23-65' onclick='return fdfootnote_show(23)'>65<\/a><\/sup>. Daf\u00fcr bekamen sie stets unangefochtenes Eigentum an deren dortigen G\u00fctern und j\u00e4hrlich einen Lehnssold von 6 Pfund Heller aus dem Rathaus zu Wetter.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich scheinen schon seit 1464, als Landgraf Heinrich III. die obengenannten St\u00e4dte und Schl\u00f6sser nach der Mainzer Fehde der Erzbisch\u00f6fe als \u201eKriegsbeute&#8220; \u00fcbernahm, keine <strong>Ritter und Edelknechte<\/strong> in Mellnau mehr gesessen zu haben. Die Erzbisch\u00f6fe hatten dort ja nichts mehr zu verteidigen, und f\u00fcr den Landgrafen hatte die Burg keinen besonderen milit\u00e4rischen Wert<sup class='footnote'><a href='#fn-23-66' id='fnref-23-66' onclick='return fdfootnote_show(23)'>66<\/a><\/sup>. In seinen folgenden Fehden gegen die \u201eWestf\u00e4linger&#8220; werden daher zwar wiederholt Wetter, Rauschenberg und Rosenthal im Burgwald als seine St\u00fctzpunkte genannt, aber nicht mehr die alte Feste Elnhog<sup class='footnote'><a href='#fn-23-67' id='fnref-23-67' onclick='return fdfootnote_show(23)'>67<\/a><\/sup>. Und als der Landgraf im Jahre <strong>1489<\/strong> f\u00fcr den K\u00f6nig 600 Mann als <strong>\u201eEilende Hilfe gegen Flandern&#8220;<\/strong> aufbieten mu\u00dfte, da stellte zwar Wetter 2, Rauschenberg 1 und Rosenthal \u201e1\/2 Knecht&#8220;, aber \u201edas Dorf Mellnau&#8220; nur 1\/4 Knecht<sup class='footnote'><a href='#fn-23-68' id='fnref-23-68' onclick='return fdfootnote_show(23)'>68<\/a><\/sup>. Von der Burg, auf der nur noch der Amtmann mit seiner Familie wohnte, ist dabei gar keine Rede mehr. Die Landgrafen selbst, welche in den umliegenden W\u00e4ldern des Burgwalds damals mehr denn je ihrer Jagdleidenschaft fr\u00f6nten, bevorzugten die moderneren Schl\u00f6sser zu Rauschenberg und Wolkersdorf, die ihnen inzwischen ebenfalls zugefallen waren. &#8211; Im \u00fcbrigen ging die Ritterzeit \u00fcberhaupt zu Ende, und mit ihr auch die Zeit der alten Burg- und Wehrbauten, zumal an Stelle von Panzer und Schwert, von Armbrust und Wurfmaschinen die ersten Feuerwaffen aufkamen<sup class='footnote'><a href='#fn-23-69' id='fnref-23-69' onclick='return fdfootnote_show(23)'>69<\/a><\/sup>. Es begann die Zeit des Volksaufgebots, wenn ein Kriegszug sich ereignete, und noch mehr der S\u00f6ldnerheere.<\/p>\n<p>Nur politisch behielt die Burg vorerst noch eine gewisse Bedeutung: Einmal als Verwaltungssitz der ehemals mainzischen und jetzt landgr\u00e4flichen Amtm\u00e4nner des Amts Wetter, die heute etwa dem Landrat zu vergleichen w\u00e4ren; zum andern bestand vorl\u00e4ufig eben doch noch die formale Oberherrschaft des Mainzer Erzstifts, das sich die Wiedereinl\u00f6sung der 1464 \u00fcbertragenen Schl\u00f6sser und \u00c4mter ja vorbehalten hatte. Und daher r\u00fchrte zugleich weiterhin das formale Obereigentum an den alten \u201eBurglehen&#8220;, die die fr\u00fcheren Burgmannenfamilien einst von den Erzbisch\u00f6fen f\u00fcr ihre Verpflichtung, die Burg gegen jedermann, besonders gegen den Landgrafen, zu verteidigen, als erbliche Rechte erhalten hatten.<\/p>\n<p>Weiterlesen: <a title=\"Der Ausklang (16.-18. Jahrhundert)\" href=\"https:\/\/chronik.mellnau.de\/?p=24\">Der Ausklang (16.-18. Jahrhundert)<\/a><\/p>\n<div class='footnotes' id='footnotes-23'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-23-1'> Demandt, K. E., Quellen z. Gesch. d. Stadt Fritzlar, 1939, Bd. 2 Nr. 351; Br\u00fcck in Hess. Jahrb. f. Landesgesch. 2 (1952), S. 48. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-2'> Heldmann, A., Stift Wetter, a. a. O., S. 109 f.; Lotzenius, L., \u00c4mter Wetter u. Battenberg, T. 2, S. 170 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-3'> Lotzenius, a. a. O. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-4'> Heldmann, A., a. a. O., S. 110. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-5'> Nicht verkauft: Heldmann, A., a. a. O.; Landau, G., Ritterburgen Bd. 4, S. 174. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-6'> Lei\u00df, A., Stud. Waldecker, in Wald. Gesch.Bl. 4 (1904), S.40, 77. Vgl. auch das. 47 (1955), S. 57 f. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-6'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-7'> K\u00fcch, F., Beitr\u00e4ge T. 3, ZHG 29, S. 74 ff., 96 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-7'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-8'> K\u00fcch, F., a. a. O., S. 101 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-8'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-9'> Landau, G., Ritterburgen 4, S. 141; vgl. Anl. 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-9'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-10'> Demandt, K. E., Quellen z. Gesch. d. Stadt Fritzlar, Bd. 1, 163 ff. u. Bd. 2, S. 492, Nr. 351 mit Anm. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-10'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-11'> K\u00fcch, F., a. a. O., S. 89. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-11'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-12'> Urkunde v. 25.10.1407; bei Schmincke, J., Dipl. Hass., Bd. 8 S. 49; Schunder, Oberh. Kl\u00f6ster I., Nr. 539; Heldmann, A., Stift Wetter, a. a. O., S. 81. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-12'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-13'> Gerstenberg &#8211; vgl, in Anl. 1; Dilich, W., a. a. O., Bd. 2, S. 226\/27; Justi, K. W., a. a. O., S. 158. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-13'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-14'> Gundlach, F., Hess. Zentralbeh. III, Dienerb., S. 89. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-14'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-15'> Dilich, W., a. a. O., S. 226. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-15'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-16'> Vgl. v. Gilsa, in ZHG 22, S. 100. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-16'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-17'> Landau, G., Ritterburgen 4, S. 143\/44. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-17'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-18'> Landau, G., a. a. O., S. 151; vgl. Anlage 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-18'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-19'> Vgl. Scriba, Regesten von Oberhessen 4\/2, Nr. 4858; G\u00fcnther, C. F., Bilder aus der L\u00f6\u00dfvorzeit, 1853, S. 447. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-19'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-20'> Heldmann, A., D. Geschlecht v. Dersch, a. a. O., S. 181\/2. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-20'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-21'> Dilich, W., Hess. Chronik, Bd. 2, S. 324. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-21'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-22'> Vgl. Brinckmann, 0., Weiderichsh., in Gesch.Beil. d. OP. 52, Nr. 104. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-22'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-23'> Vgl. Henseling, J., W\u00fcste Orte um Mellnau und Oberrosphe, in Hessenld.-Beil. d. OP. 1961, F. 22. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-23'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-24'> Vgl. oben zu II. Note 24. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-24'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-25'> Urkunde v. 11. 3.1343 in Anl. 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-25'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-26'> Heldmann, A., Geschl. v. Dersch, in ZHG 34, S. 163, Nr. 23. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-26'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-27'> Sch\u00e4fer, K. H., Ortschaften, s. 3 und 28. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-27'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-28'> Sch\u00e4fer, K. H., a. a. O., S. 4 und 26. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-28'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-29'> Schunder, Oberh. Kl\u00f6ster, 1961, Nr. 1110, 1149, 1206\/07. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-29'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-30'> Claassen, W., Die kirchl. Organisation Althessens, 1929, S. 122. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-30'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-31'> Bei d. heutigen Haus Nr. 35: \u201eHaus hinter d. Kirche&#8220;, Lager-, St\u00fcck- u. Steuerbuch v. Mellnau (StAM.) 1785; vgl. Justi, K. W., a. a. O., Ansicht bei S. 140; Landau, G., Ritterburgen 4, S. 176\/7; Sangmeister, E., a. a. O., S. 28; Sch\u00e4fer, K. H., a. a. O., S. 28; Schunder, F., Oberh. Kl\u00f6ster, Nr. 219. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-31'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-32'> Claassen, W., D. kirchl. Organisation, S. 122. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-32'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-33'> Justi, K. W., a. a. O., 5. 160. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-33'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-34'> Henseling, J., W\u00fcste Orte, a. a. O., 1961 F. 23. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-34'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-35'> Vgl. Berndt, H., Der Burgwald, S. 161 ff.; Hamel, H., a. a. O. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-35'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-36'> Vgl. Schunder, F., Die v. L\u00f6wenstein, Bd. I, S. 178. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-36'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-37'> Z. Folgenden: Schunder, F., a. a. O., 5. 180. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-37'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-38'> Urkunde bei Schunder, F., a. a. O., Bd. 2 Nr. 342; Anl. 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-38'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-39'> Schunder, F., a. a. O., Bd. 1, S. 181. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-39'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-40'> Landau, G., Ritterburgen 4, S. 146; Urkd. in Anl. 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-40'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-41'> Urkd. bei Schunder, F., a. a. O., Bd. 2, Nr. 420; v. Brockhusen, H. J., D. L\u00f6wensteiner Kreuz II, in Gesch.Beil. OP 53, Nr. 124. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-41'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-42'> Demandt, K. E., Quellen z. Gesch. d. Stadt Fritzlar, S. 163 ff., Urkunden das. Nr. 406, 410, 421, 437, 446. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-42'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-43'> K\u00fcch, F., Quellen z. Rechtsgesch. d. Stadt Marburg, Bd. 2, S. 40 u. 274 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-43'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-44'> Gundlach, F., Hessen u. d. Mainzer Stiftsfehde 1461\/63 (1889), S. 20 ff.; Lotze\u00acnius, U., \u00c4mter W. u. B., Bd. 2, S. 177 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-44'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-45'> Gundlach, F., a. a. O., S. 22 f.; Heldmann, Stift Wetter, S. 117; Demandt, K. E., Quellen, s. 161; Urkd. in Anl. 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-45'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-46'> Gundlach, F., a. a. O., s. 25 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-46'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-47'> Gundlach, F., a. a. O., s. 36 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-47'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-48'> Gundlach, F., a. a. O., S. 23\/24; Anlage 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-48'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-49'> Gundlach, F., a. a. O., S. 37, 48. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-49'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-50'> Gundlach, F., a. a. O., S. 48 ff., 58 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-50'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-51'> Landau, G., Ritterburgen 4, S. 175; Heldmann, A., Stift Wetter, S. 118; G\u00f6rich, W., Spiel mit St\u00e4dten u. Burgen, in Gesch.Beil. d. OP 1949 Nr. 21; Demandt, K. E., Gesch. d. Landes Hessen, S. 161 u. 242; vgl. Anl. 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-51'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-52'> Justi, K. W., a. a. O., S. 159\/60; Heinemeyer, W., Polit. Archiv d. Landgr. Philipp, Bd. 4 (1959) Nr. 2087 N; Heldmann, A., Stift W., S. 121; Sch\u00e4fer, K. H., Ortschaften, S. 28; Boucsein, H., D. Burgw., S. 55; vgl. Anlage 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-52'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-53'> Heldmann, A., a. a. O., S. 124; Steiner, Gesch. der Freiherrn von Waldeck zur Rabenau, 1846, S. 80, 112. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-53'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-54'> Heldmann, A., Stift Wetter, S. 127. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-54'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-55'> Landau, G., Ritterburgen 4, S. 175; Heldmann, A., a. a. O., S. 121; Lotzenius, L., \u00c4mter II, S. 177 ff.; derselbe in ZHG 30, S. 358 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-55'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-56'> Schunder, F., Die v. L\u00f6wenstein, Bd. II, Nr. 21. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-56'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-57'> Landau, G., a. a. O., S. 147 u. 175; Lotzenius, L., a. a. O. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-57'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-58'> In diesem Jahr lie\u00df er sich deshalb in Wetter und den anderen St\u00e4dten ausdr. als alleinigem Herrn huldigen, vgl. Kopp, C. Ph., Ausf. Nachr. v. d. geistl. u. Civilgerichten, 1798, Bd. I Nr. 49. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-58'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-59'> Landau, G., a. a. O., S. 147; Heldmann, A., a. a. O., S. 121; Gundlach, Hess. Zentralbeh. III, Dienerb. S. 90 und 426. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-59'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-60'> Heldmann, A., a. a. O., S. 118. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-60'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-61'> Heldmann, A., a. a. O., S. 119 Anm. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-61'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-62'> Vgl. Belehnung v. 10. 8. 1543; Heldmann, A,- S. 110 und 119; Sangmeister, E., O., S. 27; Scriba, Regesten 7, Nr. 2564. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-62'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-63'> Justi, K. W., a. a. O., S. 161; Heldmann, A., a. a. O., S. 118\/20, Anm. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-63'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-64'> Heldmann, A., a. a. O., S. 125; Urkd. in Anl. 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-64'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-65'> Heldmann, A., a. a. O., S. 120. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-65'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-66'> G\u00f6rich, W., Spiel mit St\u00e4dten u. Burgen, a. a. O., Nr. 21. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-66'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-67'> K\u00fcch, F., Quellen z. Rechtsgesch. d. Stadt Marburg, Bd. 2, S. 233 ff.: Demandt, K. E., Gesch. v. Hessen, S. 394. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-67'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-68'> Rommel, Chr. v., Gesch. von Hessen, Bd. 3, Anh. S. 76, Anm. 75. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-68'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-23-69'> Vgl. Theuner, Mittelalterl. Burgenkunde, in Mitt. d. VHG 1900, 5. 47 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-23-69'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Beginn des neuen Jahrhunderts wurde der Graf Heinrich von Waldeck zum Oberamtmann \u00fcber die mainzischen Burgen und St\u00e4dte Battenberg, Geismar, Rosenthal, Elnhog (Mellnau) und Wetter ernannt1. Pfandherr und in der Folgezeit auch Amtmann von Mellnau und Wetter war jedoch weiterhin Ritter Wigand 1. von Hatzfeld, Sohn Krafts IV., mit seinen Br\u00fcdern. 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