{"id":22,"date":"2013-04-04T21:53:05","date_gmt":"2013-04-04T19:53:05","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.mellnau.de\/?p=22"},"modified":"2021-01-17T12:16:55","modified_gmt":"2021-01-17T10:16:55","slug":"das-14-jahrhundert-der-burg-mellnau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/?p=22","title":{"rendered":"Das 14. Jahrhundert der Burg Mellnau"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"initialcap\">D<\/span><br>as neue Jahrhundert begann f\u00fcr die Burg Elnhog mit einer unerfreulichen \u00dcberraschung. Nachdem endlich der Landgraf und der Erzbischof miteinander einig waren und sich nicht mehr bekriegten<sup class='footnote'><a href='#fn-22-1' id='fnref-22-1' onclick='return fdfootnote_show(22)'>1<\/a><\/sup>, brach pl\u00f6tzlich ein Krieg zwischen dem Erzbischof und dem K\u00f6nig aus, der das ganze Hessenland in Mitleidenschaft zog<sup class='footnote'><a href='#fn-22-2' id='fnref-22-2' onclick='return fdfootnote_show(22)'>2<\/a><\/sup>. Der K\u00f6nig ernannte zu seinem Oberbefehlshaber in Hessen seinen Reichsvogt in der Wetterau, Graf Ulrich 1. von Hanau. Der zog im Jahre 1301 mit einem ansehnlichen Ritterheere zuerst gegen Mainz und an den Rhein, wo er \u00fcberall siegreich blieb<sup class='footnote'><a href='#fn-22-3' id='fnref-22-3' onclick='return fdfootnote_show(22)'>3<\/a><\/sup>, und dann \u00fcber Gie\u00dfen nach der Ohmebene, wo er die Am\u00f6neburg eroberte, und von dort auch bis in das Wetschaftstal herauf.<\/p>\n<div id=\"attachment_1681\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ansicht-Burg-Mellnau-Phantasie-H.-Dauber.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1681\" class=\"size-medium wp-image-1681\" alt=\"Eine Ansicht der Burg Mellnau in unzerst\u00f6rtem Zustand ist nicht bekannt. DerPhantasie des K\u00fcnstlers bleibt es vorbehalten, was war, in einem Rekonstruktionsversuch bildlich darzustellen. Ausschnitt aus einem Aquarell von H. Dauber.\" src=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ansicht-Burg-Mellnau-Phantasie-H.-Dauber-300x211.png\" width=\"300\" height=\"211\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1681\" class=\"wp-caption-text\">Eine Ansicht der Burg Mellnau in unzerst\u00f6rtem Zustand ist nicht bekannt. Der<br \/>Phantasie des K\u00fcnstlers bleibt es vorbehalten, was war, in einem Rekonstruktionsversuch bildlich darzustellen. Ausschnitt aus einem Aquarell von H. Dauber.<\/p><\/div>\n<p>Es scheint, da\u00df er dabei auch die junge Burg Elnhog, die ja dem Erzbischof geh\u00f6rte, angegriffen und erobert hat. Jedenfalls mu\u00dften anschlie\u00dfend<sup class='footnote'><a href='#fn-22-4' id='fnref-22-4' onclick='return fdfootnote_show(22)'>4<\/a><\/sup> die Br\u00fcder Arnold und Werner von Hohenfels, ihr Neffe Johann von Hohenfels gen. Schreiber, ihr Schwager Johann de Palude (d. h. vom Bruche zu Anzefahr) und Johannes Riedesel, s\u00e4mtlich damals Ritter und Burgmannen zu Mellnau, ebenso wie der erzbisch\u00f6fliche Ritter und Feldhauptmann Ludwig Kalb zu Am\u00f6neburg<sup class='footnote'><a href='#fn-22-5' id='fnref-22-5' onclick='return fdfootnote_show(22)'>5<\/a><\/sup>, den siegreichen Grafen von Hanau als ihren Herrn anerkennen und ihm pers\u00f6nlich Kriegsentsch\u00e4digung leisten. Am 22. 12. 1301 bekannten sie vor dem Rat der Stadt Wetter \u00f6ffentlich, da\u00df sie ihm aus ihren eigenen G\u00fctern und H\u00f6fen in Engelbach, Oberrosphe, Rode bei Anzefahr und Heimbach bei Gem\u00fcnden eine j\u00e4hrliche Rente von 5 Silbermark (heute etwa 120 DM) \u00fcbertragen hatten. Kraft I. von Hatzfeld, seit \u00fcber 25 Jahren auf Burg Elnhog und damals wohl Dienst\u00e4ltester, besiegelte den Vertrag. &#8211; Das w\u00e4re dann der 2. Angriff gegen die junge Burg gewesen. Vielleicht ist bei diesem Angriff auch der \u00e4lteste Turm der Burg zerst\u00f6rt oder schwer besch\u00e4digt worden, denn in der Folgezeit wird wiederholt von Arbeiten an dem neuen Turm berichtet. Vielleicht hatten jene Mellnauer Burgmannen auch nur in dem geschlagenen F\u00e4hnlein des Ludwig Kalb mitgek\u00e4mpft, w\u00e4hrend der alte Kraft von Hatzfeld auf Burg Mellnau Wache hielt. Wie lange ihre Unterwerfung unter Graf Ulrich von Hanau gedauert hat, ist nicht bekannt. Jedenfalls hat dieser alsbald danach den Erzbischof v\u00f6llig besiegt.<\/p>\n<p>Auf Burg Elnhog blieb es seitdem anscheinend l\u00e4ngere Zeit ruhig. Die Burg unterstand damals immer noch der unmittelbaren Verwaltung von Am\u00f6neburg. Der dortige \u201eKellner&#8220; (Finanz- und Wirtschaftsbeamte des Erzbischofs), meist ein Geistlicher, war zust\u00e4ndig f\u00fcr die Erhebung der notwendigen Abgaben und Steuern, um den weiteren Ausbau und die Unterhaltung der Burg zu finanzieren, f\u00fcr die Bezahlung der dortigen Handwerker und Unterbeamten, f\u00fcr die Versorgung der Burgmannen, Burgw\u00e4chter usw.<sup class='footnote'><a href='#fn-22-6' id='fnref-22-6' onclick='return fdfootnote_show(22)'>6<\/a><\/sup>. Als Unterbeamte waren in Mellnau zuweilen sog. \u201eProkuratoren&#8220; eingesetzt, so 1324 bis 1327 ein Johann Weyner (d. h. Wagner)<sup class='footnote'><a href='#fn-22-7' id='fnref-22-7' onclick='return fdfootnote_show(22)'>7<\/a><\/sup>. Milit\u00e4risch unterstand die Burg am Anfang des Jahrhunderts wieder einem erzbisch\u00f6flichen Oberamtmann. Das war von 1300 bis 1305 Graf Otto von Waldeck, der zugleich Pfandherr auf der jetzt erzbisch\u00f6flichen Burg Battenberg war, und anschlie\u00dfend bis 1308 sein Sohn Graf Heinrich von Waldeck, der Schwiegersohn des letzten Grafen von Battenberg<sup class='footnote'><a href='#fn-22-8' id='fnref-22-8' onclick='return fdfootnote_show(22)'>8<\/a><\/sup>. Auch sie setzten auf den einzelnen Burgen, auf denen sie nicht residierten, meist Burghauptleute oder Unteramtm\u00e4nner f\u00fcr die milit\u00e4rischen Aufgaben ein, meist Ritter oder Edelknechte. So war mainzischer Unteramtmann auf Elnhog von 1324-26 der \u201eWaffenknecht&#8220; Johann Rufus (d. h. Rode) von Dernbach, aus dem Marburger Burgmannengeschlecht, und 1326-27 der Waffenknecht Siegfried von Biedenfeld, aus dem Frankenberger Burgmannengeschlecht<sup class='footnote'><a href='#fn-22-9' id='fnref-22-9' onclick='return fdfootnote_show(22)'>9<\/a><\/sup>. &#8211; Allerdings scheinen die mainzischen Unterbeamten nicht immer sehr beliebt gewesen zu sein. Denn als im Jahre 1305 der Beauftragte des Grafen von Waldeck in Wetter Gericht halten wollte, griffen ihn und seine Begleiter die B\u00fcrger der Stadt Wetter t\u00e4tlich an, ein Teil seiner Begleiter wurde der Pferde beraubt und gefangen abgef\u00fchrt, so da\u00df sich der Graf bei dem Erzbischof ernstlich beschwerte<sup class='footnote'><a href='#fn-22-10' id='fnref-22-10' onclick='return fdfootnote_show(22)'>10<\/a><\/sup>.<\/p>\n<div id=\"attachment_1682\" style=\"width: 183px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Stiftvogt-Philipp-von-Dernbach.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1682\" class=\"size-medium wp-image-1682\" alt=\"Die Vorfahren des Wetterschen Herrschaftlichen Stiftsvogts Philipp von Dernbach geh\u00f6rten zu den Burgmannen auf Mellnau. Grabplatte in der Stiftskirche zu Wetter\" src=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Stiftvogt-Philipp-von-Dernbach-173x300.png\" width=\"173\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1682\" class=\"wp-caption-text\">Die Vorfahren des Wetterschen Herrschaftlichen Stiftsvogts Philipp von Dernbach geh\u00f6rten zu den Burgmannen auf Mellnau. Grabplatte in der Stiftskirche zu Wetter.<\/p><\/div>\n<p>Wieweit die Burg Elnhog in die neue hessisch-mainzische Fehde von 1315 bis 1316 verwickelt war, die schlie\u00dflich mit einem Waffenstillstand endete, ist nicht ersichtlich. Als mainzische St\u00fctzpunkte werden damals nur Battenberg und Rosenthal (Bentreff) genannt<sup class='footnote'><a href='#fn-22-11' id='fnref-22-11' onclick='return fdfootnote_show(22)'>11<\/a><\/sup>. &#8211; Im \u00fcbrigen nutzten die mainzischen Beamten die f\u00fcr Mellnau offenbar ruhigeren Zeiten, um die Burg weiter auszubauen und besser zu befestigen. Schon 1312 wurde nach einer Urkunde wieder an der Burg gebaut. Und als der Am\u00f6neburger \u201eKellner&#8220; Brunhardt 1316 gestorben war<sup class='footnote'><a href='#fn-22-12' id='fnref-22-12' onclick='return fdfootnote_show(22)'>12<\/a><\/sup>, wurde eine Bestandsaufnahme gemacht, nach welcher sich in \u201eEllenog&#8220; 4 Pferde der erzbisch\u00f6flichen Verwaltung befanden, die dort f\u00fcr den Turmbau arbeiteten, nebst 37 Malter und 1 Scheffel (etwa 150 Ztr.) Hafer. &#8212; In der Burg gab es damals auch schon eine Burgkapelle, in der 1325 der Kaplan Dietmar Sch\u00fctze aus Wetter den Gottesdienst versah<sup class='footnote'><a href='#fn-22-13' id='fnref-22-13' onclick='return fdfootnote_show(22)'>13<\/a><\/sup>. Sie lag wohl unmittelbar hinter dem \u00f6stlichen Tor, an sie erinnerte fr\u00fcher noch ein spitzbogiges Fenster \u00fcber der \u00f6stlichen Eingangspforte. &#8211; Auch au\u00dferhalb der Burg wurde gebaut, vor allem wurden neue Ritterwohnungen im \u201eTal&#8220; \u00f6stlich der Burg errichtet. So versprach Erzbischof Matthias von Mainz 1322 den Rittern Heinrich Kalb und Volpert genannt Hosekin von Hohenfels, die bisher im Dienst des Landgrafen gestanden hatten, f\u00fcr den Fall, da\u00df sie als Mainzer Burgleute nach der Burg Elnhoc gehen w\u00fcrden, ihnen dort entweder 2 Wohnungen oder 10 Pfund Heller Geld und das n\u00f6tige Holz zum Bau neuer H\u00e4user anzuweisen, neben der j\u00e4hrlichen Besoldung (dem \u201eBurglehen&#8220;) von 4 Silbermark (etwa 100 DM). Tats\u00e4chlich befand sich dann Ritter Volpert von Hohenfels von 1324-26 als erzbisch\u00f6flicher Burgmann auf Elnhog<sup class='footnote'><a href='#fn-22-14' id='fnref-22-14' onclick='return fdfootnote_show(22)'>14<\/a><\/sup>, und zu dem Burglehen der von Treisbach geh\u00f6rten sp\u00e4ter au\u00dfer ihren sonstigen Eink\u00fcnften auch 2 H\u00e4user \u201eim Tal&#8220;. &#8211; Ebenso scheint die Verlegung weiterer ritterlicher Stiftsh\u00f6fe aus dem Wiesengrund von Kene (westlich der Burg) auf die H\u00f6he des Berges weitere Fortschritte gemacht zu haben. Zwar sagte man damals noch immer &#8222;prope Kene&#8220; (bei Kene), wenn man G\u00fcter bei Mellnau meinte<sup class='footnote'><a href='#fn-22-15' id='fnref-22-15' onclick='return fdfootnote_show(22)'>15<\/a><\/sup>, denn schlie\u00dflich war jenes Bauernd\u00f6rfchen tief unten schon fast 1000 Jahre, die neue Bergsiedlung bei der Burg aber noch keine 100 Jahre alt. Im Jahre 1315\/16 gab es aber immerhin in Atzbach (heute w\u00fcst bei Bauerbach) bereits einen Bauern namens Heinrich Ellenoger (Mellnauer), der dort den Hof des Am\u00f6neburger Ritters Volpert Hofherr bebaute<sup class='footnote'><a href='#fn-22-16' id='fnref-22-16' onclick='return fdfootnote_show(22)'>16<\/a><\/sup>. Sein Enkel Heinrich Elnhoger, mit dem sch\u00f6nen Beinamen Furz, mu\u00dfte sich 1392 vor dem Pfarrer in Seelheim verantworten wegen eines Streites mit dem Prior des Deutschen Hauses zu Marburg, dem Volpert Hofherr damals den Hof verkauft hatte<sup class='footnote'><a href='#fn-22-17' id='fnref-22-17' onclick='return fdfootnote_show(22)'>17<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>In dessen scheint den Mainzer Erzbisch\u00f6fen die dauernde Unterhaltung ihrer vielen Burgen allm\u00e4hlich zu kostspielig geworden zu sein, zumal ihre fortgesetzten Kriegsz\u00fcge und sonstigen politischen H\u00e4ndel zunehmend ihre Kassen leerten und sie zwangen, immer h\u00e4ufigere und immer h\u00f6here Schulden zu machen. Darum verpf\u00e4ndeten sie von nun an die Burg Elnhog laufend an verschiedene Edle und Ritter des Landes, denen sie erheblich verschuldet waren, sei es durch Kriegsdienste oder dadurch, da\u00df jene ihnen Darlehen gegeben hatten<sup class='footnote'><a href='#fn-22-18' id='fnref-22-18' onclick='return fdfootnote_show(22)'>18<\/a><\/sup> . Diese Pfandherren mu\u00dften ihnen zwar regelm\u00e4\u00dfig weiter Kriegsdienste leisten, und ihre Rechte und Pflichten wurden durch Vertrag genau festgelegt. Im \u00fcbrigen waren sie aber nunmehr f\u00fcr die Dauer der Pfandschaft, d. h. bis zur Tilgung der Schuld, selbst\u00e4ndige Burgherren, und zwar Burghauptmann und Amtmann zugleich<sup class='footnote'><a href='#fn-22-19' id='fnref-22-19' onclick='return fdfootnote_show(22)'>19<\/a><\/sup>. Als Burghauptleute beherrschten sie die Burg und was dazu geh\u00f6rte, und waren f\u00fcr ihre Verteidigung verantwortlich; als Amtm\u00e4nner regierten sie zugleich das ganze umliegende Land (das Amt Wetter). Sie zogen die mainzische H\u00e4lfte der Eink\u00fcnfte (Steuern und Abgaben) von den D\u00f6rfern und der Stadt Wetter f\u00fcr sich ein und verwandten sie z. T. zu ihrer eigenen Befriedigung als Verg\u00fctung f\u00fcr ihre Amtst\u00e4tigkeit; sie bejagten und nutzten den zugeh\u00f6rigen Burgwald und Wollenberg; sie hielten auf der Burg oder in Wetter Gericht \u00fcber die Amtseinwohner und zogen diese selbstherrlich zu allen Diensten heran, die sie f\u00fcr notwendig hielten. F\u00fcr die laufenden Verwaltungsgesch\u00e4fte hatten sie allerdings auch regelm\u00e4\u00dfig wieder einen Unteramtmann, auch Schulthei\u00df oder Schreiber genannt<sup class='footnote'><a href='#fn-22-20' id='fnref-22-20' onclick='return fdfootnote_show(22)'>20<\/a><\/sup>, der meist in Wetter wohnte, ebenso wie der landgr\u00e4fliche Schulthei\u00df, der dessen Verwaltungs- und Gerichtsgesch\u00e4fte im Amt erledigte.<\/p>\n<p>Der erste dieser Pfandherren auf Burg Elnhog war der Ritter Konrad von Elkershausen (bei Weilburg), vorher Amtmann und Schulthei\u00df zu Am\u00f6neburg <sup class='footnote'><a href='#fn-22-21' id='fnref-22-21' onclick='return fdfootnote_show(22)'>21<\/a><\/sup> . Ihm schuldete der Erzbischof Matthias von Mainz Anfang 1327 schon 750 Pfund Heller (= Mark). F\u00fcr diese Schuld wurde ihm das \u201eSchlo\u00df Elnhog&#8220; &#8211; das er danach mit seiner Frau Luckhardt und seinen Kindern 15 Jahre lang bewohnte &#8211; nebst dem Forst (dem Burgwald) verpf\u00e4ndet. Bald darauf hatte er auch gleich Gelegenheit, dem Erzbischof seine Treue zu beweisen. Denn im Fr\u00fchjahr 1327 f\u00fchrte Erzbischof Matthias nach sorgsamer Vorbereitung einen \u00fcberraschenden Kriegszug gegen Landgraf Otto von Hessen. Am Sonntag vor Pfingsten, den 24. Mai, kam es bei Am\u00f6neburg zu einem blutigen Gefecht zwischen den dortigen Truppen des Erzbischofs und sie angreifenden Marburger Truppen des Landgrafen, bei dem die Marburger aber mit hohen Verlusten unterlagen und schm\u00e4hlich fliehen mu\u00dften<sup class='footnote'><a href='#fn-22-22' id='fnref-22-22' onclick='return fdfootnote_show(22)'>22<\/a><\/sup>. An diesem Gefecht nahm auch Konrad von Elkershausen als Mellnauer Burghauptmann mit seinen dortigen Rittern und Edelknechten teil. Die Nachrichten eines Chronisten, er sei in diesem Kampf erschlagen worden<sup class='footnote'><a href='#fn-22-23' id='fnref-22-23' onclick='return fdfootnote_show(22)'>23<\/a><\/sup>, kann allerdings nicht stimmen, denn er lebte noch lange danach.<\/p>\n<p>Im Gegenteil: Mit dem Nachfolger des Erzbischofs Matthias, der bald darauf starb, n\u00e4mlich mit Erzbischof Baldewin, schlo\u00df er am 21. 6. 1329 einen neuen Pfandvertrag \u00fcber die &#8222;Feste Elnhog und den Forst&#8220;<sup class='footnote'><a href='#fn-22-24' id='fnref-22-24' onclick='return fdfootnote_show(22)'>24<\/a><\/sup> und was dazugeh\u00f6rt, wobei er dem Erzbischof &#8211; au\u00dfer in bar geliehenen 1250 Pfund Heller &#8211; noch die von Erzbischof Matthias geschuldeten 750 Pfund Heller und ferner wegen der inzwischen geleisteten Kriegsdienste, wegen Sch\u00e4den und Kosten weitere 200 Silbermark in Rechnung stellte. Dagegen nahm der Erzbischof diese Gelegenheit wahr, um recht wesentliche M\u00e4ngel zu beseitigen, die die Burg Elnhog immer noch hatte: Es fehlte ihr vor allem noch ein massiver hoher Turm, und es fehlte an Wasser. Ritter Konrad von Elkershausen mu\u00dfte sich deshalb ferner verpflichten, binnen 2 Jahren weitere 200 Mark (heute etwa 5000 DM) &#8211; allerdings auf Kosten des Erzbischofs &#8211; \u201ezu verbauen&#8220; an einem Turm<sup class='footnote'><a href='#fn-22-25' id='fnref-22-25' onclick='return fdfootnote_show(22)'>25<\/a><\/sup>, einer steinernen Pforte und einer Zisterne (Becken zum Auffangen von Regenwasser)<sup class='footnote'><a href='#fn-22-26' id='fnref-22-26' onclick='return fdfootnote_show(22)'>26<\/a><\/sup> &#8222;und anderswo, wo es am meisten n\u00f6tig ist&#8220;.<\/p>\n<div id=\"attachment_1683\" style=\"width: 216px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Mittelalterlicher-Burgbau.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1683\" class=\"size-medium wp-image-1683\" alt=\"Mittelalterlicher Burgbau\" src=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Mittelalterlicher-Burgbau-206x300.png\" width=\"206\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1683\" class=\"wp-caption-text\">Mittelalterlicher Burgbau<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr diese Schuld von zusammen 2000 Pfund Heller (= DM) und 400 Silbermark (= 10000 DM) verpf\u00e4ndete ihm also der Erzbischof sein \u201evorgenanntes Haus Elnhog und den Forst, die er schon innehatte, und dazu das ganze Gericht und die Herrschaft des Amtes Wetter mit allem was dazu geh\u00f6rt, es sei an D\u00f6rfern und Gerichten, W\u00e4ldern und Feldern, Wasser und Weiden und was da ist, es sei genannt oder ungenannt, und wie man es immer nennen mag.&#8220; Daf\u00fcr sollte er allerdings dem Erzbischof auch jederzeit dienen und die Burg wie die gesamte Herrschaft in Ehren erhalten wie sein eigenes Gut, und die Leute und ihr Gut nicht bedr\u00e4ngen noch besteuern \u00fcber Recht und Gewohnheit hinaus<sup class='footnote'><a href='#fn-22-27' id='fnref-22-27' onclick='return fdfootnote_show(22)'>27<\/a><\/sup>. Tats\u00e4chlich ist damals, um 1330, der Turm also so gebaut oder besser endg\u00fcltig fertiggestellt worden, wie er noch heute, von der Zeit kaum angenagt, \u00fcber die Lande schaut.<\/p>\n<p>An dem Kriege zwischen Erzbischof Matthias und Landgraf Otto (1327\/28) hatte auch der junge Mellnauer Knappe und sp\u00e4tere Ritter Konrad Milchling teilgenommen, dessen gleichnamiger Gro\u00dfvater einer der ersten Burgmannen auf Elnhog gewesen war und dessen Oheim Ruprecht Milchling soeben Amtmann zu Am\u00f6neburg war. F\u00fcr seine Dienste und Verluste in dem Kriege gab ihm Erzbischof Baldewin in den folgenden Jahren au\u00dfer einer Barverg\u00fctung von 21 Silbermark (rund 500 DM) noch verschiedene G\u00fcter bei Sch\u00f6nstadt im Wert von 80 Mark (= rund 2000 DM)<sup class='footnote'><a href='#fn-22-28' id='fnref-22-28' onclick='return fdfootnote_show(22)'>28<\/a><\/sup>. Seitdem nannten sich Konrad und seine Nachkommen &#8222;Milchling von Sch\u00f6nstadt.&#8220;<\/p>\n<p>Als Burgmannen dienten in der ersten H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts auf Burg Elnhog &#8211; au\u00dfer verschiedenen Angeh\u00f6rigen der schon genannten Familien aus der Umgebung: Knibo, von Hatzfeld, von Hohenfels, von Treisbach, von Heppenberg und Milchling von Sch\u00f6nstadt &#8211; neuerdings auch noch einige Ritter und Edelknechte aus anderen Gegenden Hessens, die der Erzbischof anwarb und mit weiteren &#8222;Burglehen&#8220; versah<sup class='footnote'><a href='#fn-22-29' id='fnref-22-29' onclick='return fdfootnote_show(22)'>29<\/a><\/sup>. So die Ritter Johann Riedesel (aus dem Ziegenhainischen, um 1300\/10, sp\u00e4ter in Rauschenberg<sup class='footnote'><a href='#fn-22-30' id='fnref-22-30' onclick='return fdfootnote_show(22)'>30<\/a><\/sup> ; und Konrad von Heimbach (bei Burggem\u00fcnden 1309\/10); die &#8222;Edelknechte&#8220; Johann und Volpert von Dernbach (bei Gladenbach, 1324\/26), Arnold von Wiera (bei Treysa 1312-1341), an dessen Stelle dann Konrad von Michelbach, wohl sein Schwiegersohn, trat<sup class='footnote'><a href='#fn-22-31' id='fnref-22-31' onclick='return fdfootnote_show(22)'>31<\/a><\/sup>. \u00dcberhaupt waren die Burgmannen vielfach untereinander verwandt und verschw\u00e4gert. So hatte Kraft I. von Hatzfeld eine Jutta von Heimbach zur Frau, Johann Riedesel war ein Schwager Konrads von Heimbach, Arnold III. von Hohenfels war mit Christine von Treisbach, Johann de Palude (von Anzefahr) mit Christine von Hohenfels verheiratet, und Ludwig von Heppenberg war offenbar der Schwager von Mengot Knibo II, von Elnhog. Sie wohnten regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die Dauer ihres Dienstes mit ihren Familien nahe bei der Burg, lebten von ihrem \u201eBurglehen&#8220; (der bei ihrem Eintritt vereinbarten Verg\u00fctung) und waren vertraglich zur Verteidigung der Burg sowie zur Treue gegen\u00fcber dem Erzbischof verpflichtet. &#8211; Im Jahre 1343 kam noch der Waffenknecht Andreas von Fleckenb\u00fchl (bei Sch\u00f6nstadt) als \u201eErbburgmann&#8220; auf dem \u201eHaus Elenhoug&#8220; hinzu. Er erhielt auf Lebenszeit an Stelle einer j\u00e4hrlichen Rente von 6 Pfund Heller den erzbisch\u00f6flichen Rottzins (Medem genannt) von den \u00c4ckern und Wiesen am Dammberg bei Mellnau, die damals offenbar grade neu gerodet worden waren. Im \u00fcbrigen hatten die von Fleckenb\u00fchl damals bereits einen eigenen freien Hof in Kene. Andreas sollte sich diese erzbisch\u00f6fliche Rente &#8222;verdienen mit Sitzen auf der Burg in Kriegs- und anderen Zeiten, wenn es n\u00f6tig ist, mit treuen Eiden und Diensten, wie die anderen Burgmannen auf Elnhog zu tun pflegen nach Gewohnheit und Recht.&#8220; Andreas brauchte also nur in Kriegs- und Notzeiten zur Verteidigung der Burg bereit zu stehen, im \u00fcbrigen wohnte er &#8211; wie \u00fcbrigens seitdem auch die Milchlinge &#8211; auf seinem Gut bei Sch\u00f6nstadt. Er ahnte nicht, da\u00df seine Nachkommen um 1500 die letzten Amtm\u00e4nner auf Burg Mellnau sein w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Mit seinen Amtm\u00e4nnern auf Burg Elenhog hatte der Erzbischof von Mainz in den Jahren zwischen 1340-1350 einigen Kummer. Sie wechselten in diesen Jahren allein 5mal<sup class='footnote'><a href='#fn-22-32' id='fnref-22-32' onclick='return fdfootnote_show(22)'>32<\/a><\/sup>, ohne da\u00df die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Wechsel jeweils klar ersichtlich w\u00e4ren. M\u00f6glich, da\u00df es mit den damaligen verworrenen politischen und kirchlichen Verh\u00e4ltnissen zusammenhing, denn es gab zu der Zeit 2 Erzbisch\u00f6fe von Mainz, die sich mit Hilfe verschiedener F\u00fcrsten heftig bekriegten. Schon 1341 hatte sich Erzbischof Heinrich mit dem Grafen Gottfried von Arnsburg (bei Gie\u00dfen) nach einem Streit in Wiesbaden dahin geeinigt, da\u00df sie sich gegen die von Elkershausen, die noch auf Elnhog sa\u00dfen, beide gegenseitig beistehen wollten &#8222;bis zur Erf\u00fcllung der Forderungen, die das Stift zu Mainz gegen diese habe&#8220;.<\/p>\n<div id=\"attachment_1684\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Die-Stammburg-der-Ritter-von-Hatzfeld.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1684\" class=\"size-medium wp-image-1684\" alt=\"Die Stammburg der Ritter von Hatzfeld\" src=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Die-Stammburg-der-Ritter-von-Hatzfeld-300x182.png\" width=\"300\" height=\"182\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1684\" class=\"wp-caption-text\">Die Stammburg der Ritter von Hatzfeld<\/p><\/div>\n<p>Ferner sollte der Graf dem Erzbischof 2700 Pfund Heller (= DM) leihen, mit denen er die Burg Elnhog und seinen Teil an Stadt und Amt Wetter wieder einl\u00f6sen wollte; daf\u00fcr sollte der Graf an Stelle der von Elkershausen &#8211; die dann abziehen mu\u00dften &#8211; Pfandherr von Wetter und Mellnau werden. Tats\u00e4chlich hat der Graf die vereinbarte Summe offenbar gezahlt, denn im April 1342 wurde die Burg nebst Zubeh\u00f6r durch den Erzbischof eingel\u00f6st und auf den Grafen \u00fcbertragen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-33' id='fnref-22-33' onclick='return fdfootnote_show(22)'>33<\/a><\/sup>. &#8212; Dieser scheint sein Amt aber kaum angetreten zu haben, denn schon 1343 erscheint der fr\u00fchere Mainzer Oberamtmann und Edle Ritter Hermann von Lisberg (Liebesberg in der Wetterau) mit seiner Frau Else als Pfandherr und Amtmann in Mellnau und Wetter, und zwar bis zum Sommer 1347<sup class='footnote'><a href='#fn-22-34' id='fnref-22-34' onclick='return fdfootnote_show(22)'>34<\/a><\/sup>. Ihm folgte Anfang 1348 der erzbisch\u00f6fliche Erbamtmann und Edle Ritter Heinrich von Hanstein (an der Werra) als Pfandherr des \u201eHauses Elnhog&#8220;<sup class='footnote'><a href='#fn-22-35' id='fnref-22-35' onclick='return fdfootnote_show(22)'>35<\/a><\/sup>. Aber auch diese Verpf\u00e4ndung dauerte nur ganz kurze Zeit, denn im Dezember 1348 wurde das &#8222;Schlo\u00df Elnhoug&#8220;, nunmehr wieder auf lange Zeit, f\u00fcr 3500 Pfund Heller (= DM) an die Br\u00fcder Guntram und Kraft von Hatzfeld verpf\u00e4ndet. Damit begann die milit\u00e4risch und politisch bedeutsamste Zeit der Burg<sup class='footnote'><a href='#fn-22-36' id='fnref-22-36' onclick='return fdfootnote_show(22)'>36<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Ritter Guntram I. von Hatzfeld war schon 1332, zusammen mit seinem Vetter Johann I.<sup class='footnote'><a href='#fn-22-37' id='fnref-22-37' onclick='return fdfootnote_show(22)'>37<\/a><\/sup>, die beide damals noch auf ihrer Burg Hatzfeld wohnten, gegen Zuteilung entsprechender &#8222;Burglehen&#8220; sowohl auf Hatzfeld wie auf Elnhog in den Dienst des Erzbischofs getreten<sup class='footnote'><a href='#fn-22-38' id='fnref-22-38' onclick='return fdfootnote_show(22)'>38<\/a><\/sup>. Ihre V\u00e4ter, Gottfried I. und Kraft II, von Hatzfeld, S\u00f6hne Krafts I., waren nacheinander erzbisch\u00f6fliche Amtm\u00e4nner zu Am\u00f6neburg gewesen, hatten aber gleichzeitig schon 1309\/11 auch dem Landgrafen ihre Burg Hatzfeld sowie eigene G\u00fcter in Wollmar, Simtshausen und bei Kene \u00fcberlassen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-39' id='fnref-22-39' onclick='return fdfootnote_show(22)'>39<\/a><\/sup>. Guntrams Vater war danach sogar kurze Zeit landgr\u00e4flicher Amtmann zu Marburg gewesen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-40' id='fnref-22-40' onclick='return fdfootnote_show(22)'>40<\/a><\/sup>. Sie strebten offenbar danach, sich aus den vielen Streitigkeiten zwischen beiden herauszuhalten und sich mit beiden Teilen gut zu stellen oder daraus Nutzen zu ziehen. Guntram erbte dann von seinem Schwiegervater Heinrich von Obenrode (bei Am\u00f6neburg) noch dessen Ritterhof zu Go\u00dffelden, die &#8222;Burg an der Lahn&#8220;, dazu, die 1335 dem Erzbischof von Mainz zu Lehen \u00fcbertragen worden war; damals diente er wohl schon auf Elnhog<sup class='footnote'><a href='#fn-22-41' id='fnref-22-41' onclick='return fdfootnote_show(22)'>41<\/a><\/sup>. Im folgenden Jahr, 1336, zog er unter Erzbischof Baldewin f\u00fcr diesen sogar in einen Krieg nach Th\u00fcringen, wurde aber dort gefangen genommen und kehrte geschlagen zur\u00fcck<sup class='footnote'><a href='#fn-22-42' id='fnref-22-42' onclick='return fdfootnote_show(22)'>42<\/a><\/sup>. Um sich &#8211; wie die V\u00e4ter &#8211; auch mit der andern Seite gut zu stellen, \u00fcbertrug er dann zusammen mit seinen Br\u00fcdern und Vettern die gemeinsame Burg Hatzfeld wieder dem Landgrafen Heinrich II.<sup class='footnote'><a href='#fn-22-43' id='fnref-22-43' onclick='return fdfootnote_show(22)'>43<\/a><\/sup>. Danach ging er f\u00fcr einige Zeit &#8222;au\u00dfer Landes&#8220; und wurde um 1340 k\u00f6lnischer Burgmann zu Siegen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-44' id='fnref-22-44' onclick='return fdfootnote_show(22)'>44<\/a><\/sup>. Anschlie\u00dfend geriet er sogar, zusammen mit seinem j\u00fcngeren Bruder Kraft IV., 1346\/47 in eine kriegerische Fehde bei Am\u00f6neburg gegen den Erzbischof selbst, und zwar wegen der Erschlagung ihres Onkels Werner von Schweinsberg<sup class='footnote'><a href='#fn-22-45' id='fnref-22-45' onclick='return fdfootnote_show(22)'>45<\/a><\/sup>, wonach sie sich am 3. 10. 1347 mit dem damaligen Amtmann von Am\u00f6neburg wieder auss\u00f6hnten. Immerhin scheinen beide, zumal sie edler Abkunft waren, bei ihren Kriegsz\u00fcgen jeweils nicht nur eine f\u00fchrende Rolle gespielt, sondern auch gut verdient zu haben.<\/p>\n<p>Als daher im Herbst 1348 der bisherige Amtmann von Mellnau, Heinrich von Hanstein, \u00fcberraschend auf sein Amt wieder verzichtete, um als Erbamtmann auf seine Burg an der Werra zur\u00fcckzukehren, ritten Guntram und Kraft IV.<sup class='footnote'><a href='#fn-22-46' id='fnref-22-46' onclick='return fdfootnote_show(22)'>46<\/a><\/sup> von Hatzfeld nach Mainz zum Sitz des Erzbischofs und begehrten mit Erfolg, ihnen gemeinsam als Pfandherren die Burg &#8222;Elnhouge&#8220; und das zugeh\u00f6rige halbe Amt Wetter zu \u00fcbertragen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-47' id='fnref-22-47' onclick='return fdfootnote_show(22)'>47<\/a><\/sup>. Sie berechneten dabei dem Erzstift zun\u00e4chst noch f\u00fcr den Kriegszug Guntrams nach Th\u00fcringen (1336) und seine Gefangenschaft f\u00fcr den Erzbischof 500 Pfund Heller (= DM), f\u00fcr ihren Schaden in der Fehde von 1346\/47 gegen den Erzbischof weitere 500 Pfund Heller, und liehen zugleich dem Erzbischof f\u00fcr k\u00fcnftige Kriege aus ihrer Tasche noch 2500 Pfund Heller. F\u00fcr diese 3500 Pfund Heller wurden sie beide auf Lebenszeit die Herren von Mellnau &#8222;mit allem was dazu geh\u00f6rt, an Gerichten, an Steuern und Abgaben, an W\u00e4ldern, Wassern und Weiden, wie es auch genannt sei&#8220;. Daf\u00fcr wurden sie verpflichtet, die Leute und die G\u00fcter, die zu dem &#8222;Haus Elnhog&#8220; geh\u00f6rten, getreulich zu verteidigen und zu sch\u00fctzen, sie zu keinen ungew\u00f6hnlichen Diensten noch Abgaben zu dr\u00e4ngen, dem Erzbischof jederzeit die Festen Elnhog und Wetter offen zu halten, und beide zu unterhalten mit Leuten und mit Geld. Jeder Burghauptmann, der auf Elnhog gesetzt w\u00fcrde, sollte ebenso wie alle Burgmannen, Burgbewohner, Turmw\u00e4chter und Pf\u00f6rtner nicht eingestellt werden, bevor sie nicht sowohl dem Erzbischof &#8211; weil ihm die Burg geh\u00f6rte -, wie auch den Br\u00fcdern von Hatzfeld &#8211; weil sie ihr Geld daf\u00fcr gegeben hatten &#8211; Gehorsam und Treue geschworen h\u00e4tten. Sie selbst aber schwuren, dem Erzbischof niemals Schaden zu tun oder tun zu lassen und ihm treu und behilflich zu sein, wie es Amtm\u00e4nner billig tun sollten. &#8212; Diesen Eid haben beide bis zu ihrem Tode (Guntram 1382, Kraft 1387) getreulich gehalten.<\/p>\n<p>Schon bald nach der Amts\u00fcbernahme in Mellnau hatten sie Gelegenheit, dem Mainzer Erzstift ihre Treue zu beweisen. Im Jahre 1349 f\u00fchrte Erzbischof Heinrich von Mainz einen Feldzug gegen K\u00f6nig Heinrich von B\u00f6hmen, der seinen Gegenbischof Gerlach von Nassau unterst\u00fctzte. Guntram von Hatzfeld, dessen Bruder fr\u00fcher im Dienst der Nassauer gestanden hatte, nahm daran zwar selbst nicht teil, lie\u00df aber seinen Sohn Gottfried II. von Hatzfeld 1 Jahr lang dabei auf Mainzer Seite mitk\u00e4mpfen. Da der Erzbischof den vereinbarten Sold von 120 Pfund Heller nicht bezahlen konnte, lie\u00df er den Betrag auf die Summe, die er Guntram f\u00fcr das &#8222;Haus Mellnau&#8220; und Wetter schuldete, draufschlagen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-48' id='fnref-22-48' onclick='return fdfootnote_show(22)'>48<\/a><\/sup>. &#8212; Im Sommer 1350 f\u00fchrte der Erzbischof einen weiteren Krieg gegen Landgraf Heinrich II, von Hessen und seine Helfer, die den Gegenbischof ebenfalls unterst\u00fctzten. Auch diesmal beteiligte sich Guntram nicht unmittelbar, weil er es wohl mit dem Landgrafen, dem er ebenfalls verpflichtet war, nicht ganz verderben wollte. Aber sein Bruder Kraft IV., damals Burghauptmann auf dem &#8222;Haus zum Elenhoge&#8220;, nahm den Kampf auf. Er warb sogar eine Truppe von 30 Mann (15 behelmte Ritter und 15 gepanzerte Edelknechte) zun\u00e4chst auf eigene Kosten f\u00fcr 1\/4 Jahr zum Dienst auf der Burg Mellnau an, zahlte jedem Behelmten als Sold 20 Pfund Heller und jedem Gepanzerten 10 Pfund Heller, gab ihnen dazu Kost und Unterkunft und bezahlte den Hufschlag f\u00fcr die Pferde, gewann Kundschafter und heimliche Boten und bezahlte auch ihnen den verdienten Botenlohn. Mit diesen Truppen f\u00fchrte er von Mellnau aus Streifz\u00fcge nach Frankenberg, Biedenkopf und Marburg aus<sup class='footnote'><a href='#fn-22-49' id='fnref-22-49' onclick='return fdfootnote_show(22)'>49<\/a><\/sup>. Nach Beendigung der K\u00e4mpfe rechnete er wieder mit dem Erzbischof ab. Er berechnete ihm f\u00fcr seine eigene Dienste 200 Pfund Heller, f\u00fcr die Besoldung der angeworbenen Truppe 450 Pfund, f\u00fcr ihren Unterhalt 575 Pfund und f\u00fcr den Botenlohn weitere 100 Pfund Heller. Da der Erzbischof das wieder nicht bezahlen konnte, lie\u00df er die Gesamtsumme von 1325 Pfund Heller wiederum auf die Schuldsumme f\u00fcr Mellnau und Wetter draufschlagen. Damit waren es schon fast 5000 Pfund Heller, f\u00fcr die ihnen die Burg und das Amt verpf\u00e4ndet war.<\/p>\n<p>Nachdem Erzbischof Heinrich 1353 gestorben war, kam es unter Erzbischof Gerlach um <strong>1356\/57<\/strong> zu neuen Fehden um Wetter und Mellnau, unter denen besonders das Wettersche Stift sehr zu leiden hatte. Sie setzten sich fort in neuen K\u00e4mpfen von <strong>1360\/61<\/strong><sup class='footnote'><a href='#fn-22-50' id='fnref-22-50' onclick='return fdfootnote_show(22)'>50<\/a><\/sup>. &#8222;In diesen Jahren wurden die Junker von Hatzfeld des Landgrafen zu Hessen Feind und taten besonders denen von Frankenberg vielen Schaden&#8220;<sup class='footnote'><a href='#fn-22-51' id='fnref-22-51' onclick='return fdfootnote_show(22)'>51<\/a><\/sup>. Die K\u00e4mpfe waren f\u00fcr beide Teile ebenso kostspielig wie erfolglos. Sie endeten daher &#8211; wie 100 Jahre zuvor! &#8211; mit einem vorl\u00e4ufigen Friedensvertrag, und zwar derart, da\u00df beide Teile je 2 ihrer angesehensten Ritter einsetzten, die \u00fcber die beiderseitigen Klagen entscheiden sollten. Der Erzbischof ernannte dazu seine Mellnauer Ritter Kraft von Hatzfeld und Hermann von Falkenberg, der Landgraf seine Marburger Ritter Rudolf Scheuernschlo\u00df und Kraft Rode als Schiedsrichter. Am 25. 1. 1362 f\u00e4llten die 4 &#8222;Ratmannen&#8220; ihren Spruch: Der Erzbischof klagte, er sei durch den Landgrafen und seine Leute, namentlich durch Herrn Johann von Breidenbach (bei Biedenkopf) in seinem Gericht M\u00fcnchhausen um 300 Mark gesch\u00e4digt worden; das Urteil lautete: &#8222;Ist das so, so ist dem Erzbischof rechtm\u00e4\u00dfig Ersatz zu leisten.&#8220; &#8211; Der Landgraf klagte dagegen, seinem Land und seinen Kl\u00f6stern sei von den erzbisch\u00f6flichen Burgen Battenberg und Mellnau aus gro\u00dfer Schaden zugef\u00fcgt worden an Toten und Verwundeten, durch Raub und Brand; der Schaden betrage &#8211; ohne die Toten &#8211; sch\u00e4tzungsweise 20 000 Mark Silber. Das Urteil lautete: &#8222;Da der Landgraf den, der den Schaden getan hat, nicht mit Namen nennt, so soll erst der Schuldige genannt und dann das Urteil gesprochen werden.&#8220; &#8211; Das klingt seltsam, denn von der Burg Mellnau aus waren es die &#8222;Schiedsrichter&#8220; Kraft von Hatzfeld und Hermann von Falkenberg ja selber gewesen. Aber vielleicht wollten sie sich grade deshalb vor der Entscheidung dr\u00fccken, denn sie konnten sich ja nicht selbst verurteilen!<\/p>\n<p>In jenen K\u00e4mpfen war anscheinend auch der letzte Mengoz Knibe von Elnhog gefallen, der noch 1356 vom Erzbischof erneut mit den alten Burglehen seiner V\u00e4ter betraut worden war. An seine Stelle trat deshalb 1361 als neuer Burgmann Hermann von Falkenberg (bei Wabern), dem der Erzbischof 1354 und 1359 die erst 20 Jahre zuvor gegr\u00fcndete Burg und Stadt Rosenthal verpf\u00e4ndet hatte. F\u00fcr seinen Burgdienst auf Elnhog erhielt er 1362 die obengenannten Burglehen der Knibos (die H\u00f6fe zu Mellnau, Warzenbach und Brungershausen, das Gericht zu Hollende und Bannebach, den Zehnten daselbst und zu Roda) als Verg\u00fctung dazu<sup class='footnote'><a href='#fn-22-52' id='fnref-22-52' onclick='return fdfootnote_show(22)'>52<\/a><\/sup>. Seine 1. Frau war Agnes, Tochter Hermanns (des letzten) von Anzefahr, und seine Tochter war damals Nonne im Stift Wetter. Nachdem seine erste Frau gestorben war, verkaufte er sp\u00e4ter die ererbten G\u00fcter von Anzefahr und \u00fcbertrug 1364 die Mellnauer Burglehen seiner 2. Frau Else, Tochter Volpert Hosekins von Hohenfels, zum Nie\u00dfbrauch auf Lebenszeit. Erst 1388 fielen sie wieder an den Erzbischof zur\u00fcck, der sie 1391 an den neuen Burgmann Friedrich von Erfurtshausen (bei Am\u00f6neburg) \u00fcbertrug<sup class='footnote'><a href='#fn-22-53' id='fnref-22-53' onclick='return fdfootnote_show(22)'>53<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Auch nach dem Schiedsspruch von 1362 h\u00f6rten die Streitigkeiten keineswegs auf, denn es war eine kriegerische Zeit, in der die blutigen Fehden kein Ende nahmen. Schon 1363\/64 lagen die von Hatzfeld wieder mit dem Landgrafen im Kampf. Diesmal wurden Ritter Guntram und sein Sohn samt ihren Helfern von dem Landgrafen in einer offenen Fehde bei Wetzlar geschlagen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-54' id='fnref-22-54' onclick='return fdfootnote_show(22)'>54<\/a><\/sup>. In einem neuen Schiedsspruch, an dem wieder Hermann von Falkenberg von Elnhog auf der einen und Kraft Rode von Marburg auf der andern Seite beteiligt waren, wurden beide verpflichtet, gegenseitig alle Gefangenen zur\u00fcckzugeben, keinerlei Rache zu \u00fcben und alle Anspr\u00fcche gegeneinander fallen zu lassen. Ja Herr Guntram sollte sogar \u201ewieder Erbburgmann des Landgrafen&#8220; werden und der Landgraf solle ihm die geschuldete Summe auszahlen, und zwar in 2 Raten, \u201evon dem Pfand, das Unser Herr der Kaiser dem Landgrafen gesetzt hat&#8220;<sup class='footnote'><a href='#fn-22-55' id='fnref-22-55' onclick='return fdfootnote_show(22)'>55<\/a><\/sup>. Ob mit diesem Pfand die Burg Mellnau gemeint war, ist nicht ganz klar. Immerhin spricht daf\u00fcr, da\u00df von einem andern Pfand Guntrams von Hatzfeld damals nichts bekannt ist. Andererseits waren denen von Hatzfeld nach einer anderen Urkunde damals offenbar ihre Pfandrechte zu Mellnau und Wetter vor\u00fcbergehend entzogen worden<sup class='footnote'><a href='#fn-22-56' id='fnref-22-56' onclick='return fdfootnote_show(22)'>56<\/a><\/sup> und einem Ritter Konrad von Falkenberg gen. von Hebel (bei Wabern), einem Vetter Hermanns von Falkenberg, \u00fcbertragen. Denn um 1365 teilte ein Ungenannter dem Erzbischof mit, jener habe \u201eElhog&#8220; denen von Hatzfeld, als er es ihnen herausgeben sollte, nicht \u00fcberlassen wollen, wenn sie ihm nicht 80 Mark (rund 2000 DM!) mehr g\u00e4ben, als die in den Pfandbriefen festgesetzte Summe ausmachte<sup class='footnote'><a href='#fn-22-57' id='fnref-22-57' onclick='return fdfootnote_show(22)'>57<\/a><\/sup>. Sp\u00e4testens 1366 waren Guntram und Kraft von Hatzfeld aber wieder im Besitz der Burg und des Amtes. Der Landgraf dagegen mu\u00dfte, um seine Kriegs- und Nachkriegsschulden bezahlen zu k\u00f6nnen, seinen Gl\u00e4ubigern und Helfern damals viele Schuldanweisungen, besonders auf die Steuern seiner Stadt Frankenberg, geben<sup class='footnote'><a href='#fn-22-58' id='fnref-22-58' onclick='return fdfootnote_show(22)'>58<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Die gleichzeitigen Auseinandersetzungen zwischen dem Landgrafen und dem Erzbischof von Mainz mu\u00dften dann gleichfalls erst wieder durch einen Schiedsspruch beendet werden, den im Jahre 1366 der Kaiser pers\u00f6nlich f\u00e4llte. Damals beklagte sich der Landgraf noch besonders dar\u00fcber, die erzbisch\u00f6flichen Amtleute in Rosenthal (das war wohl Hermann von Falkenberg) h\u00e4tten ohne seine Einwilligung im Burgwald roden lassen, w\u00e4hrend der Erzbischof dar\u00fcber klagte, der Landgraf habe rechtswidrig die Neustadt von Frankenberg gegr\u00fcndet<sup class='footnote'><a href='#fn-22-59' id='fnref-22-59' onclick='return fdfootnote_show(22)'>59<\/a><\/sup>. Der Kaiser entschied schlie\u00dflich, da\u00df alle gegenseitigen Gefangenen los und ledig sein sollten, da\u00df die Stra\u00dfen beiderseits frei und ungehindert sein und alle gegenteiligen Befehle des Landgrafen hinf\u00e4llig sein sollten<sup class='footnote'><a href='#fn-22-60' id='fnref-22-60' onclick='return fdfootnote_show(22)'>60<\/a><\/sup>. &#8211; Damit schien der Friede auch zwischen diesen alten Streith\u00e4hnen zun\u00e4chst wieder hergestellt. Der Friede dauerte damals aber nur wenige Jahre.<\/p>\n<p>Die kriegerischen Auseinandersetzungen fingen sogleich wieder an, als seit 1367 der junge Landgraf Hermann die Mitregierung neben seinem Onkel Heinrich &#8211; zun\u00e4chst in Marburg, dann in Kassel &#8211; \u00fcbernahm. Landgraf Hermann war urspr\u00fcnglich als Geistlicher ausgebildet und schon Domherr, als er die Regierung antrat. Trotzdem war er wie seine Vorfahren ein ungest\u00fcmer und kriegerischer Geist, dabei r\u00fccksichtslos, hartn\u00e4ckig und verschlagen, wie es nur ein Politiker sein kann<sup class='footnote'><a href='#fn-22-61' id='fnref-22-61' onclick='return fdfootnote_show(22)'>61<\/a><\/sup>. Seine Unternehmungen richteten sich zun\u00e4chst vor allem gegen den Adel und die Ritterschaft des Landes, die er sich untertan machen wollte. Darum schlossen sich diese im Jahre 1331, zugleich mit zahlreichen Gro\u00dfen und Rittern der angrenzenden Lande, zum sogen. \u201eSternerbund&#8220; zusammen, weil sie nach dem Wappen ihres Feldhauptmanns, des Grafen Gottfried von Ziegenhain, einen Stern als Bundeszeichen trugen. Zu ihnen geh\u00f6rten alsbald \u00fcber 2000 Ritter und Knappen, die allein 350 Burgen innehatten<sup class='footnote'><a href='#fn-22-62' id='fnref-22-62' onclick='return fdfootnote_show(22)'>62<\/a><\/sup>. Auch die von Hatzfeld auf Burg Elnhog geh\u00f6rten wieder dazu, wohl deshalb, weil Landgraf Hermann gleich zu Anfang mit einem Handstreich die Stadt Wetter an sich gebracht hatte, die ihnen ja zur H\u00e4lfte vom Erzbischof verpf\u00e4ndet war<sup class='footnote'><a href='#fn-22-63' id='fnref-22-63' onclick='return fdfootnote_show(22)'>63<\/a><\/sup>. Landgraf Hermann hatte, schon bevor die neue Fehde \u00fcberhaupt begann, \u00fcber 1000 Ritter und Knechte aufgeboten, die zun\u00e4chst in der Gegend von Alsfeld und Hersfeld, besonders auf den D\u00f6rfern, nicht wenig Schaden anrichteten<sup class='footnote'><a href='#fn-22-64' id='fnref-22-64' onclick='return fdfootnote_show(22)'>64<\/a><\/sup>. Zu Beginn der eigentlichen Fehde Anfang 1372 r\u00fchmte er sich, 32 meist befestigte St\u00e4dte (einschlie\u00dflich Wetter, Kirchhain und Frankenberg) und 32 einzelne Burgen (aber nicht das Schlo\u00df Mellnau) im Besitz zu haben<sup class='footnote'><a href='#fn-22-65' id='fnref-22-65' onclick='return fdfootnote_show(22)'>65<\/a><\/sup>. Der Mittelpunkt seiner Kriegf\u00fchrung war zu Marburg, wo er die Hauptmacht seiner Truppen versammelt hatte<sup class='footnote'><a href='#fn-22-66' id='fnref-22-66' onclick='return fdfootnote_show(22)'>66<\/a><\/sup>. Von dort aus schickte er wiederholt Boten auch nach Wetter zu dem mainzischen Unteramtmann Johann Schreiber und zur \u00c4btissin wegen Haferlieferungen<\/p>\n<p>und Geld<sup class='footnote'><a href='#fn-22-67' id='fnref-22-67' onclick='return fdfootnote_show(22)'>67<\/a><\/sup>. Von dort aus f\u00fchrte er den Kampf mit Erbitterung und H\u00e4rte, aber zun\u00e4chst mit wechselndem Erfolg, bis er durch seine unersch\u00fctterliche Hartn\u00e4ckigkeit die gro\u00dfe Zahl seiner Gegner zum Erlahmen brachte<sup class='footnote'><a href='#fn-22-68' id='fnref-22-68' onclick='return fdfootnote_show(22)'>68<\/a><\/sup>. Nach der \u00dcbung der Zeit wurde der ganze Krieg in fortgesetzten \u00fcberfallartigen Streif- und Raubz\u00fcgen nach allen Seiten gef\u00fchrt, wobei wieder weniger die Truppe als die Bev\u00f6lkerung zu leiden hatte, denn jeder suchte immer nur m\u00f6glichst viel Gefangene und Beute zu machen, sich selbst zu bereichern und die St\u00e4dte, D\u00f6rfer und die Saaten des Gegners zu verw\u00fcsten<sup class='footnote'><a href='#fn-22-69' id='fnref-22-69' onclick='return fdfootnote_show(22)'>69<\/a><\/sup>. Damals litt &#8211; nach dem Chronisten Gerstenberg &#8211; besonders Frankenberg \u201eunaussprechliche Not von den mainzischen Reitern aus Battenberg, Mellnau und Rosentahl&#8220;, von den k\u00f6lnischen aus Westfalen, den waldeckischen aus Sachsenberg usw. Die letzteren z\u00fcndeten sogar die Neustadt von Frankenberg bei Nacht an und verbrannten sie<sup class='footnote'><a href='#fn-22-70' id='fnref-22-70' onclick='return fdfootnote_show(22)'>70<\/a><\/sup>, w\u00e4hrend die Sterner aus Mellnau die Stadt Wetter angesteckt und selbst die Klostergeb\u00e4ude verbrannt oder besch\u00e4digt haben sollen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-71' id='fnref-22-71' onclick='return fdfootnote_show(22)'>71<\/a><\/sup>. Umgekehrt werden nicht selten die Landgr\u00e4flichen von Wetter aus auch gegen Mellnau vorgesto\u00dfen sein und dabei die H\u00f6fe und Fluren von Kene unten im Tale gepl\u00fcndert und verw\u00fcstet haben<sup class='footnote'><a href='#fn-22-72' id='fnref-22-72' onclick='return fdfootnote_show(22)'>72<\/a><\/sup>. Schlie\u00dflich waren aber offenbar beide Teile &#8212; nach ma\u00dflosen gegenseitigen Zerst\u00f6rungen und allgemeiner Verarmung der Bev\u00f6lkerung &#8211; vorl\u00e4ufig wieder des Kampfes m\u00fcde. Auch die von Hatzfeld vers\u00f6hnten sich im Juni 1374 wieder zu Marburg mit dem Landgrafen Hermann, wobei sie alle Gefangenen freigaben und alle gegenseitigen Anspr\u00fcche niedergeschlagen wurden<sup class='footnote'><a href='#fn-22-73' id='fnref-22-73' onclick='return fdfootnote_show(22)'>73<\/a><\/sup>. Inzwischen hatte der Landgraf durch seinen 3j\u00e4hrigen Krieg derartige Schulden aufgeh\u00e4uft, da\u00df er seine St\u00e4dte mit hohen Steuern belegen und ganze St\u00e4dte und D\u00f6rfer &#8211; wie Frankenberg und Sarnau &#8211; verpf\u00e4nden mu\u00dfte, um wieder zu Geld zu kommen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-74' id='fnref-22-74' onclick='return fdfootnote_show(22)'>74<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Wieweit die Br\u00fcder Guntram und Kraft IV. von Hatzfeld sich pers\u00f6nlich an dem Sternerkrieg beteiligt hatten, ist nicht n\u00e4her bekannt<sup class='footnote'><a href='#fn-22-75' id='fnref-22-75' onclick='return fdfootnote_show(22)'>75<\/a><\/sup>. Dagegen war Guntram von Hatzfeld 1379 einer der Hauptleute im \u201eH\u00f6rnerbund&#8220;, einer \u00e4hnlichen Rittergesellschaft, und stellte in der neuen Fehde zwischen Landgraf Hermann und Erzbischof Adolf von Mainz und seinen Helfern diesem auch die Burg Mellnau zur Verf\u00fcgung<sup class='footnote'><a href='#fn-22-76' id='fnref-22-76' onclick='return fdfootnote_show(22)'>76<\/a><\/sup>. Auch der noch ganz junge Erzbischof Adolf war trotz seines hohen geistlichen Amtes ein sehr kriegerischer und politisch ehrgeiziger Mann<sup class='footnote'><a href='#fn-22-77' id='fnref-22-77' onclick='return fdfootnote_show(22)'>77<\/a><\/sup>. Er verband sich sogleich nach seinem Amtsantritt mit f\u00fchrenden Gegnern des Landgrafen und setzte sie in hohe \u00c4mter ein<sup class='footnote'><a href='#fn-22-78' id='fnref-22-78' onclick='return fdfootnote_show(22)'>78<\/a><\/sup>. Im Juni 1380 sa\u00dfen drei seiner f\u00fchrenden Getreuen vor allem auf den Burgen Am\u00f6neburg, Mellnau und Hatzfeld: Ein Vetter des Erzbischofs, Graf Ruprecht von Nassau, war Oberamtmann von Am\u00f6neburg geworden; der greise Guntram von Hatzfeld war erzbisch\u00f6flicher Amtmann von Wetter und Mellnau; und einem andern Verwandten des Erzbischofs, dem Grafen Johann von Nassau-Dillenburg, hatten Guntram und seine Verwandten die Burg Hatzfeld zur Verf\u00fcgung gestellt<sup class='footnote'><a href='#fn-22-79' id='fnref-22-79' onclick='return fdfootnote_show(22)'>79<\/a><\/sup>. Von hier aus beunruhigten besonders die Nassauer die oberhessischen Besitzungen des Landgrafen derart, da\u00df dieser im Juli 1380 gleich eine ganze Heerschar, darunter allein 60 Reiter aus Frankenberg, gegen sie aussandte<sup class='footnote'><a href='#fn-22-80' id='fnref-22-80' onclick='return fdfootnote_show(22)'>80<\/a><\/sup>. Nach dem Bericht der Chronisten Riedesel und Gerstenberg zogen die Landgr\u00e4flichen zun\u00e4chst von Niederhessen aus gen Am\u00f6neburg und verw\u00fcsteten die Fluren von Mardorf. Dann wandten sie sich \u00fcber Sch\u00f6nstadt und Oberrosphe nach Mellnau und verw\u00fcsteten dort mit ihren Pferden die Fluren (\u201everderbten die Fr\u00fcchte&#8220;). Endlich zogen sie weiter \u00fcber Simtshausen nach Hatzfeld und \u201everderbten auch dort die Fr\u00fcchte&#8220;<sup class='footnote'><a href='#fn-22-81' id='fnref-22-81' onclick='return fdfootnote_show(22)'>81<\/a><\/sup>. Die Burgen selbst scheinen sie dabei gar nicht angegriffen zu haben, zumindest hatten sie dabei keinerlei Erfolg, und nur die Bauern hatten wieder einmal unter dem Fehdezug des Landgrafen zu leiden.<\/p>\n<p>Die Besatzung der Burg Hatzfeld r\u00e4chte sich daf\u00fcr besonders mit gelegentlichen neuen \u00dcberf\u00e4llen auf die Stadt Frankenberg, die Besatzung von Mellnau besonders mit Streifz\u00fcgen nach der landgr\u00e4flichen Residenzstadt Marburg. Zu der Mellnauer Burgmannschaft geh\u00f6rte damals der junge Edelknecht Gottfried von L\u00f6wenstein, der nach seiner Urgro\u00dfmutter auch von L\u00f6wenstein-Schweinsberg genannt wurde, und dessen Vater Hermann von L\u00f6wenstein fr\u00fcher Amtmann zu Rosenthal und dann Hauptmann im Sternerbund gewesen war<sup class='footnote'><a href='#fn-22-82' id='fnref-22-82' onclick='return fdfootnote_show(22)'>82<\/a><\/sup>. Da er aus einem alten und edlen, zugleich recht kampfgierigen Geschlecht stammte, mag er unter den Burgmannen bald eine f\u00fchrende Rolle gespielt haben. Er f\u00fchrte Anfangs <strong>1381<\/strong> mit mehreren Genossen einen Fehdestreifzug nach Marburg aus, wobei sie verschiedene B\u00fcrger der Stadt vor den Toren fingen und niederschlugen, ja Gottfried von L\u00f6wenstein sogar selber in den Lahnbergen am Seelheimer Wege zwei von ihnen erschlug. Danach ritten die Burgmannen wieder nach Mellnau zur\u00fcck<sup class='footnote'><a href='#fn-22-83' id='fnref-22-83' onclick='return fdfootnote_show(22)'>83<\/a><\/sup>. Diese Schandtat konnte der Landgraf aber nicht unges\u00fchnt lassen. Er stellte deshalb rasch erneut ein ganzes Heer zusammen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-84' id='fnref-22-84' onclick='return fdfootnote_show(22)'>84<\/a><\/sup>, vor allem aus Marburger Rittern, Knechten und bewaffneten B\u00fcrgern, schickte sie am 31. M\u00e4rz 1381 vor Mellnau und belagerte das Schlo\u00df. Und nun ereignete sich die Geschichte, welche die Burg Mellnau f\u00fcr immer ber\u00fchmt gemacht hat und seitdem in allen Chroniken zu lesen steht. Es schien anfangs ein siegreicher Tag f\u00fcr die Landgr\u00e4flichen zu werden, aber dann wurde es, besonders f\u00fcr die Marburger, ein noch schw\u00e4rzerer Tag. In der \u00e4ltesten Chronik des Johann Riedesel war dar\u00fcber zu lesen:<sup class='footnote'><a href='#fn-22-85' id='fnref-22-85' onclick='return fdfootnote_show(22)'>85<\/a><\/sup><\/p>\n<p>\u201eHerr G\u00fcnther (Guntram) von Hatzfeld, Ritter, kam mit etlichen auf den Turm. Da gewannen die Landgr\u00e4flichen das Schlo\u00df und h\u00e4tten sie (im Turm) vielleicht ausgehungert, denn sie mu\u00dften ihre eigene Netze und Seiche auf dem Turm trinken; dazu gruben sie (die Landgr\u00e4flichen) ein gro\u00dfes Loch unter den Turm, da\u00df er bald umgefallen w\u00e4re. Unterdessen kamen die von Hatzfeld und L\u00f6wenstein mit ihren Helfern und gro\u00dfer Macht und trieben die Landgr\u00e4flichen ab von dem Schlo\u00df in der Fastenzeit auf Montag nach Palmarum (am 8. April)<sup class='footnote'><a href='#fn-22-86' id='fnref-22-86' onclick='return fdfootnote_show(22)'>86<\/a><\/sup> &#8211; Hierbei kamen soviele von den Landgr\u00e4flichen und aus Marburg zu Tode, da\u00df man noch jahrhundertelang im Lande sagte, wenn einer zu Tode gekommen war: \u201eDer ist auch nach Mellnau gezogen.&#8220;<\/p>\n<p>Offenbar hatten Guntrams Bruder Kraft von Hatzfeld und Gottfried von L\u00f6wenstein, w\u00e4hrend Guntram fast allein die Burg verteidigte, heimlich &#8211; wahrscheinlich von Rosenthal und Wolkersdorf her &#8211; Hilfe geholt und die nichts ahnenden Belagerer pl\u00f6tzlich aus dem Burgwald heraus mit gro\u00dfer Macht \u00fcberfallen, als diese schon zu siegen w\u00e4hnten.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Landgraf Hermann war dies ein schwerer Schlag. Er wollte die Burg Mellnau zerst\u00f6ren und wurde besiegt. Er r\u00e4chte sich dadurch, da\u00df er im Sommer, am 12. August 1381<sup class='footnote'><a href='#fn-22-87' id='fnref-22-87' onclick='return fdfootnote_show(22)'>87<\/a><\/sup>, mitten in der Erntezeit, wie ein Jahr zuvor, noch einen berittenen Streifzug nach Mellnau und Am\u00f6neburg machen lie\u00df, wo die Landgr\u00e4flichen durch ihre Pferde wiederum \u201edie Fr\u00fcchte zertreten&#8220; lie\u00dfen und so gro\u00dfen Schaden an der Ernte anrichteten, ohne aber die Burg selbst noch einmal anzugreifen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-88' id='fnref-22-88' onclick='return fdfootnote_show(22)'>88<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Der tapfere Verteidiger der Burg Mellnau, Ritter Guntram von Hatzfeld aber, starb bald danach. Es war seine letzte gro\u00dfe Tat. Schon Anfang 1383 s\u00f6hnte sich sein Sohn, Kraft VI., mit dem Landgrafen wieder aus, ebenso im Sommer 1384 alle \u00fcbrigen Hatzfelder, indem sie &#8211; wie schon ihre Gro\u00dfv\u00e4ter 1311 und ihre V\u00e4ter 1337\/38 &#8211; wohl gegen entsprechende Entsch\u00e4digung dem Landgrafen erneut ihr Schlo\u00df Hatzfeld zu Lehen \u00fcbertrugen, jedoch mit der Bedingung, da\u00df sie in einem Krieg zwischen dem Landgrafen und dem Erzbischof \u201edamit stille sitzen wollten&#8220;<sup class='footnote'><a href='#fn-22-89' id='fnref-22-89' onclick='return fdfootnote_show(22)'>89<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Der Friede dauerte wie \u00fcblich nicht lange. Schon 1384 begann Landgraf Hermann mit neuen Fehdez\u00fcgen in verschiedenen Teilen Hessens, mit denen er nicht nur den Erzbischof Adolf von Mainz, sondern auch mehrere andere geistliche und weltliche F\u00fcrsten und fast alle hessischen Ritter wieder gegen sich aufbrachte<sup class='footnote'><a href='#fn-22-90' id='fnref-22-90' onclick='return fdfootnote_show(22)'>90<\/a><\/sup>. Ja selbst die St\u00e4dte, die ihm geh\u00f6rten und ihm bisher treu<\/p>\n<p>ergeben waren, erhoben sich wegen seiner fortgesetzten Kriege gegen ihn. Unter seinen Gegnern war naturgem\u00e4\u00df alsbald wieder der alte Kraft IV. von Hatzfeld, der noch auf Schlo\u00df Mellnau regierte und im Mai 1385 einen neuen Vertrag mit dem Erzbischof schlo\u00df<sup class='footnote'><a href='#fn-22-91' id='fnref-22-91' onclick='return fdfootnote_show(22)'>91<\/a><\/sup>. Im Sommer 1385 wurde dann der Landgraf von den verb\u00fcndeten Streitkr\u00e4ften der Gegner bei Kassel schm\u00e4hlich geschlagen. Nichtsdestoweniger setzte er die Fehden schon Ende 1385 in Osthessen und Anfang <strong>1386<\/strong> in Oberhessen fort<sup class='footnote'><a href='#fn-22-92' id='fnref-22-92' onclick='return fdfootnote_show(22)'>92<\/a><\/sup>. Hier begann Ende Februar 1386 ein heftiger Streit zwischen dem Landgrafen Hermann und Kraft von Hatzfeld, der noch immer Pfandherr von Schlo\u00df Mellnau und Amtmann der mainzischen H\u00e4lfte von Wetter war. Der Streit drehte sich haupts\u00e4chlich wieder um die Burg Elnhog und um den Burgwald, den der Landgraf jetzt f\u00fcr sich allein beanspruchte. Der Landgraf hielt sich deswegen monatelang dauernd in Marburg auf. Er wurde vor allem unterst\u00fctzt von seinen jetzigen Amtm\u00e4nnern zu Frankenberg, Johann von Helfenberg und Johann von Treisbach<sup class='footnote'><a href='#fn-22-93' id='fnref-22-93' onclick='return fdfootnote_show(22)'>93<\/a><\/sup>. Am 27. 2, schickte er von Marburg aus einen Fehdebrief durch Boten an \u201eCraffte von Hatzfelt geyn Melnhau&#8220;<sup class='footnote'><a href='#fn-22-94' id='fnref-22-94' onclick='return fdfootnote_show(22)'>94<\/a><\/sup>, in der Folgezeit \u201eWarnbriefe&#8220; an die Grafen von Wittgenstein und Nassau, die wohl mit Kraft von Hatzfeld sympathisierten. Am 8. 4. und 20. 5. 1386 schickte er wieder durch Boten Briefe an Kraft von Hatzfeld; gleich darauf befahl er der Stadt und dem Amtmann in Frankenberg am Sonntag nach Himmelfahrt, da\u00df sie \u201edie Flur tilgen sollten vor Melnhaug&#8220; (d. h. die Feldfr\u00fcchte der Bauern restlos vernichten, als Pfingstbescherung!)<sup class='footnote'><a href='#fn-22-95' id='fnref-22-95' onclick='return fdfootnote_show(22)'>95<\/a><\/sup>. Mehr scheinen die Landgr\u00e4flichen in der ganzen Fehde, die fast ein halbes Jahr dauerte, auch nicht erreicht zu haben. Nach neuen \u201eLadebriefen&#8220; brachte ein Marburger Bote endlich am 26. 7. 1386 einen \u201eS\u00fchnebrief&#8220; des Landgrafen an Kraft von Hatzfeld nach Mellnau, bald darauf auch nach Rauschenberg und Am\u00f6neburg, womit der Friede vorl\u00e4ufig wieder hergestellt wurde<sup class='footnote'><a href='#fn-22-96' id='fnref-22-96' onclick='return fdfootnote_show(22)'>96<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Diese Auss\u00f6hnung scheint Erzbischof Adolf, der grade zu einem neuen gro\u00dfen Krieg gegen den Landgrafen r\u00fcstete<sup class='footnote'><a href='#fn-22-97' id='fnref-22-97' onclick='return fdfootnote_show(22)'>97<\/a><\/sup>, dem alten Kraft von Hatzfeld \u00fcbel genommen zu haben. Mitte April 1387 l\u00f6ste er pl\u00f6tzlich die an Kraft IV. verpf\u00e4ndete H\u00e4lfte des Schlosses Mellnau und des mainzischen Teiles von Wetter f\u00fcr 1500 Pfund Heller, die er ihm daf\u00fcr schuldete, ab, und enthob ihn zugleich seiner Stellung als mainzischer Amtmann von Wetter. Daf\u00fcr verpf\u00e4ndete dann Landgraf Hermann Mitte Oktober 1387 ihm und seinen 3 S\u00f6hnen kurzerhand die hessische H\u00e4lfte von Wetter f\u00fcr 1130 Pfund Heller (= DM), um sie so zu sich her\u00fcber zu ziehen (allerdings ohne den zugeh\u00f6rigen Burgwald, den der Landgraf f\u00fcr sich behielt, weil er oft, besonders von Wolkersdorf aus, darin jagte!)<sup class='footnote'><a href='#fn-22-98' id='fnref-22-98' onclick='return fdfootnote_show(22)'>98<\/a><\/sup>. Indessen h\u00e4tte der alte Kraft IV. an dem neuen Krieg ohnehin nicht mehr teilnehmen k\u00f6nnen, denn er starb noch im selben Jahre. Sein Erbe traten als hessische Amtm\u00e4nner zu Wetter (und seit 1392 auch wieder als Mainzische Pfandherren und Amtm\u00e4nner zu Mellnau hinsichtlich der fr\u00fcheren H\u00e4lfte ihres Vaters) seine S\u00f6hne Wigand 1., Guntram II, und Kraft VII. an<sup class='footnote'><a href='#fn-22-99' id='fnref-22-99' onclick='return fdfootnote_show(22)'>99<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Die fr\u00fchere H\u00e4lfte Guntrams 1. an dem Pfand zu Mellnau geh\u00f6rte dessen Sohn Kraft VI., der schon 1384 dessen Nachfolge zu Mellnau angetreten hatte<sup class='footnote'><a href='#fn-22-100' id='fnref-22-100' onclick='return fdfootnote_show(22)'>100<\/a><\/sup>. Auch er hatte schon im Sternerkrieg mitgefochten und sich danach mit dem Landgrafen vers\u00f6hnt<sup class='footnote'><a href='#fn-22-101' id='fnref-22-101' onclick='return fdfootnote_show(22)'>101<\/a><\/sup>. In dem Krieg vom Sommer <strong>1387<\/strong> zwischen dem Landgrafen und den Verb\u00fcndeten des Mainzer Erzbischofs focht er sogar im Dienste des Landgrafen. Nachdem beide Teile dann am 10. 9. 1387 einen Waffenstillstand geschlossen hatten, zog sich der Landgraf zun\u00e4chst in den Burgwald nach Frankenberg und Wolkersdorf zur\u00fcck<sup class='footnote'><a href='#fn-22-102' id='fnref-22-102' onclick='return fdfootnote_show(22)'>102<\/a><\/sup>, w\u00e4hrend Kraft Vl. auf seine Burg Mellnau zur\u00fcckkehrte. Von dort aus beschuldigte er den Landgrafen, da\u00df er ihm seine Gefangenen entwendet habe. Darauf schickte ihm der Landgraf am 22. 11. 1387 von Marburg aus durch einen Boten einen drohenden Brief \u201egen Melnhauw&#8220;, und Kraft mu\u00dfte am gleichen Tage wohl oder \u00fcbel folgende Ehrenerkl\u00e4rung unterzeichnen:<sup class='footnote'><a href='#fn-22-103' id='fnref-22-103' onclick='return fdfootnote_show(22)'>103<\/a><\/sup><\/p>\n<p>\u201eIch Kraft von Hatzfeld, Sohn des verstorbenen Ritters Guntram, bekenne, da\u00df ich mit solchen Worten, die ich auf den hochgeborenen F\u00fcrsten, Junkern Hermann, Landgrafen zu Hessen, gesprochen habe, n\u00e4mlich, da\u00df er mir meine Gefangenen durch Verrat entzogen und gestohlen habe, &#8211; da\u00df ich damit ihm Unrecht getan habe und von ihm nichts anderes wei\u00df, als da\u00df er ein redlicher F\u00fcrst und Herr ist, und bitte den vorgenannten meinen Junkern, da\u00df er mir vergebe und verzeihe.&#8220;<\/p>\n<p>Diese Dem\u00fctigung hat Kraft VI. dem Landgrafen offenbar nicht vergessen, und er r\u00e4chte sich daf\u00fcr, als die Gelegenheit g\u00fcnstig war. Schon 2 Jahre sp\u00e4ter kam es zu einem neuen Streit zwischen dem Landgrafen und dem Erzbischof um das Schlo\u00df Wolkersdorf, um das sich beide schon seit Jahrzehnten stritten. Schon im Jahre 1324 hatte dessen Erbauer, der alte Ritter Eckhard von Helfenberg (bei Wolfhagen) die Burg und das halbe Dorf Wolkersdorf dem Erzbischof Matthias von Mainz verkauft in Gegenwart fast s\u00e4mtlicher Mellnauer Burgmannen, und der Erzbischof hatte sogar vor, dort eine befestigte Stadt anzulegen<sup class='footnote'><a href='#fn-22-104' id='fnref-22-104' onclick='return fdfootnote_show(22)'>104<\/a><\/sup>. Als er bald danach starb, hatte es Landgraf Heinrich aber verstanden, Eckhards S\u00f6hne wieder auf seine Seite zu bringen. Sp\u00e4ter geh\u00f6rte die H\u00e4lfte des Schlosses Wolkersdorf einem Stiefbruder der eben verstorbenen Br\u00fcder und Mellnauer Pfandherren Guntram und Kraft IV. von Hatzfeld, n\u00e4mlich dem Ritter Friedrich von Bicken, dem auch die Kesterburg (der Christenberg) zustand. In den Fehden der letzten 10 Jahre hatte deshalb Wolkersdorf auch wiederholt als St\u00fctzpunkt der Mainzer Ritter zu Mellnau und Rosenthal gedient, die von diesen Orten aus den ganzen Burgwald beherrschten und besonders leicht Frankenberg angreifen konnten. Das war f\u00fcr den Landgrafen um so schlechter, weil die Frankenberger im Jahre 1376 ihre Burg wegen Drangsalierungen durch den Burgherrn, den Ritter Hermann von Treffurt, selbst zerst\u00f6rt und nicht wieder aufgebaut hatten<sup class='footnote'><a href='#fn-22-105' id='fnref-22-105' onclick='return fdfootnote_show(22)'>105<\/a><\/sup>. Dies war dann die Zeit, von der der Frankenberger Chronist Gerstenberg sp\u00e4ter berichtete:<sup class='footnote'><a href='#fn-22-106' id='fnref-22-106' onclick='return fdfootnote_show(22)'>106<\/a><\/sup><\/p>\n<p>\u201eDa geschah es oft und dicke, da\u00df die B\u00fcrger von Frankenberg gefangen wurden und in dem Burgwald hin- und hergef\u00fchrt, bis es Nacht ward, und die Gefangenen verirrt wurden. Dann f\u00fchrte man sie heimlich in der finsteren Nacht gegen Wolkersdorf, da wurden sie gesch\u00e4tzt (auf ihr Verm\u00f6gen). Danach f\u00fchrte man sie wieder bei Nacht in den Wald, und sie wurden gemahnet, das L\u00f6segeld gen Mellnau, Rosenthal, Battenberg oder Hatzfeld zu liefern.&#8220;<\/p>\n<p>Deshalb kaufte der Landgraf <strong>1389<\/strong> pl\u00f6tzlich dem alten Friedrich von Bicken seinen Anteil am Schlo\u00df Wolkersdorf mit allem Zubeh\u00f6r ab und setzte allein seine fr\u00fcheren Frankenberger Burgmannen, die Gebr\u00fcder von Biedenfeld, hinein. Das brachte den Erzbischof auf den Plan, und im Mai <strong>1392<\/strong> lie\u00df er durch einen Handstreich seiner Mellnauer Burgbesatzung, unter F\u00fchrung Krafts Vl. von Hatzfeld (jetzt der \u00c4ltere genannt), Wolkersdorf gewaltsam erobern und die Br\u00fcder von Biedenfeld daraus vertreiben<sup class='footnote'><a href='#fn-22-107' id='fnref-22-107' onclick='return fdfootnote_show(22)'>107<\/a><\/sup>. Zwei Jahre lang, bis zum Sommer 1394, blieb Kraft von Hatzfeld im Besitz des Schlosses. Als Amtsm\u00e4nner in Mellnau wirkten inzwischen seine Vettern Wigand 1. (der auch noch Amtmann zu Rosenthal geworden war) und Kraft VII, von Hatzfeld, die S\u00f6hne Krafts IV., denen der Erzbischof die 1387 entzogene H\u00e4lfte ihres Vaters an Mellnau und Wetter zur gleichen Zeit wieder pfandweise \u00fcbertragen hatte<sup class='footnote'><a href='#fn-22-108' id='fnref-22-108' onclick='return fdfootnote_show(22)'>108<\/a><\/sup>. Im Jahre <strong>1394<\/strong> schlo\u00df der Landgraf mit dem Erzbischof in Frankfurt einen 12j\u00e4hrigen Landfrieden ab, und nach den dabei vereinbarten Bestimmungen mu\u00dfte Kraft VI. das Schlo\u00df Wolkersdorf zwar wieder herausgeben, der Landgraf mu\u00dfte ihn daf\u00fcr aber schadlos halten, w\u00e4hrend die Br\u00fcder von Biedenfeld auf jeden Schadenersatz verzichten mu\u00dften.<\/p>\n<p>Damit waren die K\u00e4mpfe um die Burg Mellnau und um den Burgwald wieder einmal beendet. Und mit dem erw\u00e4hnten 12j\u00e4hrigen Landfrieden der Hauptstreith\u00e4hne, der im wesentlichen auch eingehalten wurde, kam das kriegerischste Jahrhundert in Hessen doch noch zu einem friedlichen Abschlu\u00df.<\/p>\n<p>Weiterlesen: <a title=\"Das 15. Jahrhundert der Burg Mellnau\" href=\"https:\/\/chronik.mellnau.de\/?p=23\">Das 15. Jahrhundert der Burg Mellnau<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class='footnotes' id='footnotes-22'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-22-1'> Vogt, E., Mainz und Hessen, 2. T., a. a. O., S. 26. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-2'> Weidemann, a. a. O., S. 460 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-3'> Vogt, E., Regesten d. Erzbisch\u00f6fe v. Mainz, Nr. 701-710. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-4'> Reimer, H., Urk. b. z. Gesch. d. Herren von Hanau, Bd. 2 (1892) Nr. 10. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-5'> Vogt, E., Regesten, a.a.O., Dr. 675; Reimer, H., Urkunden, a.a.O., Nr. 62; Ehrenpfordt, M., Chronik v. Am\u00f6neburg, 1927, S. 64. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-6'> Falk, H., Mainzer Beh\u00f6rdenorganisation, S. 51, 60. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-6'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-7'> Falk, H., a.a.O., S. 104; Diefenbach, H., a.a.O., S. 78, 176. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-7'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-8'> Falk, H., a.a.O., S. 16f., 78\/9; Lotzenius, U., a.a.O., T.2., S. 150 f. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-8'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-9'> Falk, H., a.a.O., S. 49, 68, 86. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-9'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-10'> Gudenus, F., Codex Dipl. Bd. 1, S. 989; Heldmann, A., Stift Wetter, S. 104; Weidemann, a.a.O., S. 463 ff., Vogt, E., Regesten Nr. 1158. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-10'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-11'> Gerstenberg bei Kuchenbecker, J. Ph., Anal. Hass., Coll. V., S. 189; Vogt, E., Regesten d. Erzb., Nr. 2192; derselbe, Mainz u. Hessen, T. 2. a. a. O., S. 32 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-11'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-12'> Lotzenius, U., \u00c4mter Wetter usw., T. 2, S. 152 f. Vgl. Anlage 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-12'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-13'> Heldmann, A., Stift Wetter, a. a. O., S. 97, Anm., Urk. u. StAM, Kugelherren. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-13'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-14'> Heldmann, A., Geschl. v. Hohenfeld, a. a. O., s. 344 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-14'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-15'> Vgl. Wenck, H., Hess, Landesgesch., Bd. 3 (1803), Urkundenbuch 175: Mansus in Wolmere (zu erg\u00e4nzen &#8222;et&#8220;) prope Kene; dazu Sch\u00e4fer, Ortschaften, S. 27 zu 1470. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-15'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-16'> Wy\u00df, Urkundenbuch d. Dtsch. O. B. Hessen, Bd. II Nr. 268, 278, 297. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-16'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-17'> Wy\u00df, Urkdb., a. a. O., Bd. III, Nr. 1242. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-17'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-18'> Heldmann, A., Stift Wetter, a. a. O., S. 105. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-18'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-19'> Vgl. Falk, H., Mainzer Beh.Org., a. a. O., S. 29 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-19'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-20'> Heldmann, A., a. a. O., S. 81; Falk, H., a. a. O.; Diefenbach, H., S. 176. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-20'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-21'> Heldmann, A., a. a. O., S. 105; Falk, H., a. a. O., S. 86; Landau, G., Ritterburgen, Bd. 4, S. 172; Sch\u00e4fer, K. H., Ortschaften, S. 27; Lotzenius, U., a. a. O., T. 2 S. 152. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-21'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-22'> 22) Dilich, W., Hessische Chronik, 1605, S. 181 f.; Justi, K. W., a. a. O., S. 154; Vogt, E., Mainz u. Hessen, 2. S. 45 f. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-22'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-23'> Rommel, Chr. v., Gesch. v. Hessen, 1820 ff., Bd. 2, s. 118; Vogt, E., Regesten d. Erzb., Nr. 2825 Anm. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-23'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-24'> Vgl. Boucsein, a. a. O., S. 53. Gemeint ist damit der Burgwald, nicht &#8211; wie Reimer, H., Ortslexikon, S. 142 meint, &#8211; ein Ort &#8222;Forst&#8220; bei Wetter. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-24'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-25'> Es handelte sich offenbar nicht um den ersten Turm, sondern um einen Neubau (so auch Sch\u00e4fer, a. a. O., S. 27). Auch die allgemeine Meinung, der heutige Turm sei 1329\/31 &#8222;errichtet&#8220; worden, ist nicht ganz zutreffend, denn schon 1312-1316 wurde daran gearbeitet (vgl. oben), und er sollte jetzt nur &#8211; mit erheblichen Geldmitteln &#8211; vollendet werden; tats\u00e4chlich wird das in den folgenden Jahren geschehen sein. Vgl. auch die Pfandurkd. v. 1348. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-25'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-26'> Nicht eines Brunnens, wie Landau, a. a. O., S. 172, meint. Tats\u00e4chlich hatte das Schlo\u00df nie einen Brunnen, so da\u00df das Wasser aus dem Wetschaftstal heraufgebracht werden mu\u00dfte, Landau, a. a. O., S. 177; Justi, K. W., a. a. O., S. 163. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-26'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-27'> Vgl. Urkd. in Anlage 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-27'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-28'> Vgl. Urkd. in Anlage 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-28'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-29'> Sch\u00e4fer, K. H., Ortschaften S. 27; Lotzenius, U., a. a. O., S. 152 f. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-29'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-30'> Landau, G., Ritterburgen, Bd. 4, S. 2; v. Brockhusen in Lauterb. Heimatbl. 1950, Nr. 8; Becker, E. E., Die Riedesel zu Eisenbach, Bd. 2 (1924), S. 14 u. 17; Wy\u00df, Bd. 2 u. 3; Schunder, F., Oberh. Kl\u00f6ster, (1961), Nr. 361. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-30'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-31'> Urkd. Nr. 23 u. 38 in Anlage 1. Dazu v. Brockhusen in Hessenland-Beil. d. OP. 1959, F. 17. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-31'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-32'> Vgl. zum folgenden (aber ungenau) Falk, H., a, a. O., S. 86; Lotzenius, U., a. a. O., T. 2, S. 152 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-32'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-33'> Otto, H., Regesten d. Erzb., Nr. 4747 u. 4809; erst 1344 erkl\u00e4rt sich Konrad v. Elkerhausen aber wegen aller Anspr\u00fcche f\u00fcr befriedigt, Heldmann, A., Stift Wetter, a. a. O., S. 105. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-33'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-34'> Landau, G., Ritterburgen, Bd. 2, S. 52, 68 u. 173; Heldmann, A., Stift Wetter, S. 105 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-34'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-35'> Otto, H., Regesten d. Erzb. v. Mainz, 1936, Nr. 5653, 5702. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-35'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-36'> Landau, G., a. a. O., S. 173; Heldmann, A., a. a. O., S. 106; Sch\u00e4fer, K. H., Ortschaften, S. 27. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-36'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-37'> Landau, G., a. a. O., S. 170. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-37'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-38'> Landau, G., a. a. O., S. 129\/30; Justi, K. W., a. a. O., S. 154; Anl. 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-38'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-39'> Landau, G., Ritterburgen 4, S. 126\/27; Wenck, H. B., Hess. Landesgesch., Bd. 3, Urbdb. S. 175 = Grotefend, 0., Regesten d. Landgrafen v. Hessen (1909) Nr. 503; Diese Urkd. f\u00fchrte Reimer, Ortslexikon 1926, zu der irrt\u00fcml. Annahme, unser Kene habe bei Wolmar gelegen &#8211; vgl. Sch\u00e4fer, Ortschaften, S. 4-, jedoch ist zw. \u201eWol\u00acmere&#8220; u. \u201eKone&#8220; ein \u201eet&#8220; zu erg\u00e4nzen. Es sind offenbar die gleichen freien G\u00fcter &#8222;zu Simtshausen (die M\u00fchle), Wolmar und vor dem Schlosse Melnau&#8220;, die Eckhard v. Gilsa 1470 an d. Stift Wetter verkauft, vgl. Sch\u00e4fer, a. a. O., S. 25. Jenes war ferner die gleiche M\u00fchle zu S., deren M\u00fcller in den folgd. 150 Jahren der Hatzfelder Pfandschaft das Wasser auf Wagen in die Zisterne d. Burg Mellnau bringen mu\u00dfte. Vgl. Salb. 1575, Landau, a. a. O., auch Heldmann, A., ZHG 34, S. 122; Grotefend Nr. 551. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-39'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-40'> Gundlach, F., Hess. Zentralbeh., III, S. 89; Grotefend Nr. 625, 632, 635, 647. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-40'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-41'> Vgl. Henseling, J., Das Hohen Teutschen Ordens Gerechtsame, in Hessen\u00acland.-Beil. d. OP. 1960, F. 14. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-41'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-42'> Landau, G., Ritterburgen 4, S. 130. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-42'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-43'> Lehnsurkunden v. 30. 8. 1337 und 25. 6. 1338: Wenck, H. B., Hess. Landesgesch. II, UB S. 346 u. III, UB S. 197; Otto, H., Regesten d. Erzb. Nr. 4071 u. 4184. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-43'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-44'> Landau, G., a. a. O., S. 130; vgl. Kopp, Lehnproben II, 237, Scriba 2, 1329. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-44'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-45'> Knetsch, G., Stammtafeln der Schencken v. Schweinsberg, Tafel IV. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-45'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-46'> Nicht, wie bei Landau, a. a. O., irrt\u00fcmlich steht, Kraft III. Der war schon tot, vgl. Landau, Tafel zu S. 170; ferner ausdr. in d. Urkunde v. 20. 5. 1351 bei Wenck II UB S. 377 &#8222;Kraft v. H. der J\u00fcngere&#8220;. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-46'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-47'> Landau, G., a. a. O., S. 131, 173. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-47'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-48'> Landau, G., a. a. O., S. 132; Heldmann, A., Stift Wetter, S. 106. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-48'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-49'> Landau, G., a. a. O., S. 132, 173. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-49'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-50'> Landau, G., a. a. O., S. 133. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-50'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-51'> Gerstenberg bei Kuchenbecker, Anal. Hass., Coll. V. S. 199. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-51'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-52'> Landau, G., Ritterburgen, Bd. 3, S. 78 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-52'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-53'> Urkunde bei Vigener, Reg. d. Erzb., Nr. 1791. Anlage 1 Nr. 52\/53; Lotzenius, U., \u00c4mter Wetter u. Battenberg, II T., S. 163 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-53'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-54'> Landau, Rutterburgen 4, S. 133. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-54'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-55'> Schmincke, J., Dipl. Hass., Bd. 6, 5.300; dazu Landau, G., Ritterburgen 4, S. 134 u. S. 169 Anm. 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-55'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-56'> Sein Bruder Kraft IV. tritt 1360\/64 auch als Amtmann zu Am\u00f6neburg auf: Falk, II., Mainzer Beh.Org, in Hessen, s. 80 ff.; Schunder, F., Oberh. Kl\u00f6ster, Nr. 673, 501. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-56'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-57'> Vigener, F., Regesten d. Erzb., Nr. 2748; vgl. Anlage 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-57'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-58'> Schmincke, J., a. a. O., Bd. 6, S. 303 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-58'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-59'> Vigener, F., a. a. O., Nr. 1347 u. 1348; Wenck, H. B., Hess. Landesgesch. II UB, S. 424 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-59'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-60'> Schmincke, J., a. a. O., Bd. 6, S. 312. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-60'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-61'> Friedensburg, W., Landgraf Hermann d. Gel. u. Erzb. Adolf v. Mainz, in ZHG 21 (1895), S. 8 f.; K\u00fcch, F., Beitr\u00e4ge z. Gesch. d. Landgr. Hermann II. v. Hessen, Teil IL in ZHG 27 S. 416 f.; Landau, G., Die Rittergesellschaften in Hessen, 1840, S. 42. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-61'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-62'> Friedensburg, W., u. K\u00fcch, F., a. a. O.; Landau, G., Rittergesellschaften, S. 35 ff.; Hess. Congeries bei Kuchenbecker, Anal. Hass., Coll. 1. S. 7; Demandt, K. E., Gesch. d. Landes Hessen, S. 156. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-62'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-63'> Landau, G., Ritterges., S. 37; Heldmann, A., Stift W., S. 107. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-63'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-64'> Landau, G., a. a. O., S. 40342. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-64'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-65'> Landau, G., a. a. O., S. 46, 115 f. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-65'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-66'> K\u00fcch, F., Beitr\u00e4ge, a. a. O., S. 416 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-66'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-67'> K\u00fcch, F., a. a. O., S. 347\/38, Nr. 78-86. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-67'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-68'> Friedensburg, W., a. a. O., s. 10 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-68'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-69'> Landau, G., Rittergesellschaften, S. 51, 58. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-69'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-70'> Gerstenberg bei Kuchenbecker, a. a. O., Coll. V. S. 204; ders. bei Diemar, Chroniken, S. 265 u. 436; Dilich, W., Hess. Chronik, Bd. 2, S. 209; Landau, G., a. a. O., S. 59. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-70'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-71'> Schon von Landau, G., Rittergesellschaften, S. 60, bezweifelt; vgl. auch Heldmann, Stift Wetter, a. a. O., S. 107; Sangmeister, a. a. O., S. 24; berichtet von Riedesel b. Kuchenbecker, a. a. O., Coll. III, S. 26; danach Dilich, a. a. O., S. 211; Rommel, Chr. V., Gesch. v. Hessen, Bd. 2, S. 186 f.; Justi, K. W., a. Ei. 0., S. 153. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-71'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-72'> Davon, da\u00df 1373 die Mainzer selbst die Burg Mellnau durch Brand zerst\u00f6rt h\u00e4tten, wie Justi, a. a. O., S. 178, meint, ist in den Quellen nichts bekannt. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-72'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-73'> Landau, G., Rittergesellschaften, 5.63; derselbe, Ritterburgen 4, S. 136; K\u00fcch, F., a. a. O. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-73'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-74'> Vgl. K\u00fcch, F., Quellen z. Rechtsgesch. d. Stadt marburg, Bd. 1 (1918) S. 13 ff.; Landau, G., Ritterges. S. 70, 160 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-74'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-75'> Landau, G., Ritterges., S. 78 f.; derselbe, Ritterburgen Bd. 4, S. 134. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-75'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-76'> Justi, K. W., a. a. O., S. 156; Landau, G., Ritterges., S. 79, 154; derselbe, Ritterburgen 4, S. 134; Sangmeister, S. 25. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-76'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-77'> Friedensburg, w., a. a. O., s. 12 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-77'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-78'> Friedensburg, W., a. a. O., S. 18, 26. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-78'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-79'> Friedensburg, W., a. a. O., S. 26, 41 ff.; Landau, G., Ritterges., S. 66 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-79'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-80'> Landau, G., Ritterburgen 4, S. 134, 173. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-80'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-81'> Rommel, Chr. v., Gesch. v. Hessen Bd. 2, S. 208; Landau, G., Rittergesellschaften, S. 79 f.; vgl. Anlage 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-81'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-82'> Vgl. G\u00f6rich, W., u. v. Brockhusen, H. J. v., Das L\u00f6wensteiner Kreuz, in Gesch.Beil. d. OP. 1953, Nr. 123 u. 124; Schunder, F., Die von L\u00f6wenstein, 1955, Tafeln. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-82'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-83'> Justi, K. W., a. a. O., S. 156. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-83'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-84'> Friedensburg, W., a. a. O., s. 41 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-84'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-85'> Riedesel bei Kuchenbecker, Anal. Hass., Coll. III S. 33\/34; Gerstenberg bei Kuchenbecker, Coll. V, S. 207 und bei Diemar, Chroniken, S. 272, 438; Hess. Congeries bei Kuchenbecker, Coll. I, s. 9 und bei Nebelthau, a. a. O., S. 329; Dilich, w., Hess. Chronik, 1605, S. 213 ff. (hier wiederholt, und zeitl. wie sachlich z. T. unrichtig dar\u00acgestellt); Justi, K. W., a. a. O., S. 157; Landau, G., Ritterburgen 4, S. 174; derselbe, Beschr. d. Kurf. Hessen, Bd. II, 2. T. S. 391; Sangmeister, E., a. a. O., S. 26; Sch\u00e4fer, K. H., Ortschaften, S. 27; Hampel, H., a. a. O., K\u00fcrschner, W., Gesch. d. Stadt Marburg, 1934, S. 61; \u201eAlt-Marburger Geschichten&#8220; in OP 1960 v. 27. 7. 1960. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-85'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-86'> Friedensburg, w., a. a. O., S. 41 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-86'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-87'> Friedensburg, W., a. a. O., s. 48 ff.; nicht 1382, wie bei Landau, Ritterburgen 4, S. 174 steht. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-87'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-88'> Riedesel, a. a. O.; Justi, K. W., S. 157; Friedensburg, W., S. 48. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-88'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-89'> Urkunden v. 13.1.1383, 8. u. 28.8.1384; bei Baur, L., Hess. Urkunden, Bd. 1. Oberh. (1860) Nr. 1140, mit Anm. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-89'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-90'> K\u00fcch, F., Beitr. z. Gesch. Landgr. Hermanns II. v. H., Teil II in ZHG 29 S. 13 ff.; Friedensburg, W., a. a. O., S. 51 ff., 86 ff., 101. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-90'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-91'> Friedensburg, W., a. a. O., S. 51 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-91'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-92'> Friedensburg, W., a. a. O., S. 114 ff.; K\u00fcch, F., a. a. O., S. 30 f. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-92'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-93'> K\u00fcch, F., a. a. O., S. 30, u. Teil IV. in ZHG 40, S. 243. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-93'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-94'> K\u00fcch, F., a. a. O., S. 52 ff. Beil. 3 Nr. 15. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-94'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-95'> K\u00fcch, F., a. a. O., Nr. 30, 48, 50, 58; Lotzenius, W., T. 2, S. 163 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-95'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-96'> K\u00fcch, F., a. a. O., Nr. 78-80. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-96'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-97'> K\u00fcch, F., Beitr\u00e4ge, T. 4, in ZHG 40, S. 214 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-97'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-98'> Friedensburg, W., a. a. O., S. 134 ff.; Heldmann, A., Stift Wetter, a. a. O., 5.109; K\u00fcch, F., \u00c4lteste Salb\u00fccher, in ZHG 39 (1905), S. 177; Wenck, H. B., UB 2, S. 462; irrt\u00fcmlich hinsichtlich des Burgwaldes H. Boucsein, a. a. O., S. 54: Weder geographische Teilung mit d. Erzb. noch Verpf\u00e4ndung durch d. Landgrafen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-98'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-99'> Vgl. Falk, H., Mainzer Beh.Org., S. 86. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-99'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-100'> Falk, H., a. a. O., S. 86. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-100'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-101'> Landau, G., Ritterburgen 4. S. 136. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-101'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-102'> K\u00fcch, F., Beitr., T. 4, in ZHG 40, S. 231 ff.; das. Beilagen S. 260, Nr. 142, 143, 150. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-102'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-103'> Landau, G., Ritterburgen 4, S. 137. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-103'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-104'> Urkunde v. 4. 8. 1324 in Anlage 1: Anhalt, E., D. Kreis Frankenberg, 1928, S.36; auch Vogt, Regesten d. Erzb., Nr. 2573; Falk, H., Mainzer Beh.-Org., S.89. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-104'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-105'> Anhalt, E., a. a. O., S. 35. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-105'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-106'> Gerstenberg berichtet diese Vorg\u00e4nge f\u00fcr die Zeit vor 1389, als Begr\u00fcndung f\u00fcr d. Ankauf v. Wolkersdorf durch Landgraf Hermann; Landau, a. a. O., verlegt sie danach zu Unrecht auf die erst nachfolgende Zeit. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-106'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-107'> Vgl. z. Folgd.: Friedensburg, W., a. a. O., S. 216 ff.; K\u00fcch, F., Beitr\u00e4ge, T. 3 in ZHG 29, S. 63 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-107'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-22-108'> Falk, H., Mainzer Beh.Org., S. 86 f. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-108'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das neue Jahrhundert begann f\u00fcr die Burg Elnhog mit einer unerfreulichen \u00dcberraschung. Nachdem endlich der Landgraf und der Erzbischof miteinander einig waren und sich nicht mehr bekriegten1, brach pl\u00f6tzlich ein Krieg zwischen dem Erzbischof und dem K\u00f6nig aus, der das ganze Hessenland in Mitleidenschaft zog2. 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