{"id":16,"date":"2013-04-02T21:45:42","date_gmt":"2013-04-02T19:45:42","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.mellnau.de\/?p=16"},"modified":"2021-01-17T12:16:55","modified_gmt":"2021-01-17T10:16:55","slug":"die-grundung-der-burg-mellnau-um-1250","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/?p=16","title":{"rendered":"Die Gr\u00fcndung der Burg Mellnau um 1250"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"initialcap\">V<\/span><br>or etwa 1000 Jahren, also um das Jahr 1000 nach Christi Geburt, war die Stadt Wetter der kulturelle, wirtschaftliche und zugleich landschaftliche Mittelpunkt des ganzen Gebietes, das heute von den Kreisen Marburg und Frankenberg umfa\u00dft wird<sup class='footnote'><a href='#fn-16-1' id='fnref-16-1' onclick='return fdfootnote_show(16)'>1<\/a><\/sup>. Marburg und Frankenberg gab es damals noch nicht, ebenso wenig wie alle die andern St\u00e4dte und St\u00e4dtchen ringsum. Nur Am\u00f6neburg lag &#8211; mit einem Kloster und einer kleinen Bergsiedlung &#8211; schon am Rande des Ohmtales, war aber wirtschaftlich wenig bedeutend.<\/p>\n<p>Dieses Gebiet unterstand damals vielen Herrschaften. Ein gro\u00dfer Teil davon geh\u00f6rte indessen unmittelbar dem deutschen K\u00f6nig, und das k\u00f6nig\u00adliche Gut wurde von den Grafen Giso verwaltet, die auf der Burg Hohenlinde (Hollende) bei Warzenbach westlich von Wetter sa\u00dfen. Zu dem K\u00f6nigsgut geh\u00f6rte insbesondere der k\u00f6nigliche Hof in Wetter und der gesamte Burg\u00adwald und Wollenberg<sup class='footnote'><a href='#fn-16-2' id='fnref-16-2' onclick='return fdfootnote_show(16)'>2<\/a><\/sup>,der seit Karl d. Gr, um 800 n. Chr. ein k\u00f6niglicher Reichsforst und damals noch ungeteilt war.<\/p>\n<p>Um das Jahr 1015 etwa wurde von den schottischen K\u00f6ngiskindern Al\u00admudis und Digmudis in dem K\u00f6nigshof zu Wetter ein weltliches Frauenkloster, ein sog. \u201eStift&#8220;, gegr\u00fcndet<sup class='footnote'><a href='#fn-16-3' id='fnref-16-3' onclick='return fdfootnote_show(16)'>3<\/a><\/sup> (\u00e4hnlich wie gleichzeitig in Oberkaufungen bei Kassel), in dem haupts\u00e4chlich ledige T\u00f6chter des Adels der Umgebung auf Lebenszeit Aufnahme fanden. Diesem Kloster \u00fcberlie\u00df der fromme Kaiser Heinrich II. neben dem Wollenberg bei Wetter die ganze westliche H\u00e4lfte des Burgwaldes zur dauernden Nutzung und Unterhaltung<sup class='footnote'><a href='#fn-16-4' id='fnref-16-4' onclick='return fdfootnote_show(16)'>4<\/a><\/sup>, w\u00e4hrend er die \u00f6stliche H\u00e4lfte gleichzeitig zusammen mit dem K\u00f6nigshof in Wohra als Mittel\u00adpunkt dem Kloster Fulda \u00fcbertrug. Schirmherren des neuen Klosters in Wetter wurden wiederum die Grafen Giso auf Hollende, die das Stift und den dazu\u00adgeh\u00f6rigen Burgwald als V\u00f6gte des K\u00f6nigs sch\u00fctzten und verwalteten<sup class='footnote'><a href='#fn-16-5' id='fnref-16-5' onclick='return fdfootnote_show(16)'>5<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Etwa 50 Jahre sp\u00e4ter, um das Jahr 1070 n. Chr.<sup class='footnote'><a href='#fn-16-6' id='fnref-16-6' onclick='return fdfootnote_show(16)'>6<\/a><\/sup>, schenkte der jugendliche Kaiser Heinrich IV., als er in politischer Bedr\u00e4ngnis war, den K\u00f6nigshof samt dem Stift in Wetter und mit ihm den ganzen westlichen Burgwald dem klugen Erzbischof Siegfried von Mainz, und die Grafen Giso verwalteten bei\u00acdes nunmehr als dessen V\u00f6gte und Lehnsleute weiter. Wieder 50 Jahre danach, im Jahre 1122, starben sie aber im Mannesstamm aus, und ihre Erben wurden &#8211; durch die Heirat der letzten Gisonentochter &#8211; die Landgrafen von Th\u00fcringen, die nunmehr insoweit ebenfalls Lehnsleute des Erzbischofs von Mainz wurden<sup class='footnote'><a href='#fn-16-7' id='fnref-16-7' onclick='return fdfootnote_show(16)'>7<\/a><\/sup>). Zur Verwaltung des ferne gelegenen Stifts Wetter und des Burgwaldes setzten sie indessen Unterv\u00f6gte ein. Einer der ersten war Graf Boppo von Hollende und Reichenbach (um 1140-1170), sp\u00e4ter war es ein Vogt Heinrich von Wetter (um 1210-1220). Damals hatte das Stift Wetter bereits in dem Raum zwischen Waldeck und dem Ebsdorfer Grund, z. T, auch in Niederhessen, zahlreiche G\u00fcter und H\u00f6fe zu eigen, die an Herren und Ritter der Umgegend als Mannlehen ausgeliehen waren, darunter auch 6 H\u00f6fe in dem alten Dorf Kene am Oberlauf des Steddebaches, \u00f6stlich von Wetter und Todenhausen,am Burgwaldrand<sup class='footnote'><a href='#fn-16-8' id='fnref-16-8' onclick='return fdfootnote_show(16)'>8<\/a><\/sup>).<\/p>\n<p>In den Jahren zwischen 1230 und 1240 strebten die th\u00fcringischen Land\u00adgrafen nachdr\u00fccklich dahin, ihre Macht in Hessen auszudehnen und vor allem die ihnen unbequeme Oberherrschaft des Erzbischofs von Mainz abzusch\u00fctteln. Nachdem soeben die junge verwitwete Landgr\u00e4fin Elisabeth, die sp\u00e4tere hei\u00adlige Elisabeth, in Marburg verstorben und begraben worden war, zerst\u00f6rten sie 1232 die mainzische Stadt Fritzlar, gr\u00fcndeten daf\u00fcr 1233\/34 die Burg und Stadt Frankenberg am Nordrand des Burgwaldes und befestigten und ver\u00adst\u00e4rkten zugleich ihre Jahrzehnte zuvor gegr\u00fcndete Burg und Stadt Mar\u00adburg<sup class='footnote'><a href='#fn-16-9' id='fnref-16-9' onclick='return fdfootnote_show(16)'>9<\/a><\/sup>.Um 1238\/39 ri\u00df dann der Sohn der heiligen Elisabeth\u201e der jugend\u00adliche Landgraf Hermann von Th\u00fcringen, auch die Stadt Wetter mit Gewalt an sich und schaltete damit zugleich den Erzbischof von Mainz, wie die mit ihm verb\u00fcndeten Grafen von Battenberg aus der Verwaltung des Stifts und des Burgwalds aus<sup class='footnote'><a href='#fn-16-10' id='fnref-16-10' onclick='return fdfootnote_show(16)'>10<\/a><\/sup>. Jedoch starb Landgraf Hermann schon 3 Jahre sp\u00e4ter, und bald danach starben die Landgrafen von Th\u00fcringen im Mannesstamm ganz aus<sup class='footnote'><a href='#fn-16-11' id='fnref-16-11' onclick='return fdfootnote_show(16)'>11<\/a><\/sup>. In den darauf folgenden Wirren um die Erbschaft konnte sich der Erz\u00adbischof Siegfried von Mainz des Burgwalds wie der Stadt und des Stifts Wetter zun\u00e4chst wieder bem\u00e4chtigen. Auf Hollende sa\u00dfen seine Anh\u00e4nger, ebenso wie auf den meisten anderen Burgen der Umgegend.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1248 kam dann die Schwester des verstorbenen Landgrafen Hermann und Tochter der heiligen Elisabeth, die eben verwitwete Herzogin Sophie von Brabant, mit ihrem 4j\u00e4hrigen S\u00f6hnchen Heinrich nach Marburg und bem\u00fchte sich, Landgr\u00e4fin von Hessen zu werden<sup class='footnote'><a href='#fn-16-12' id='fnref-16-12' onclick='return fdfootnote_show(16)'>12<\/a><\/sup>. Dazu verband sie sich mit dem Deutschen Ritter-Orden, der in Marburg eine Hauptniederlassung &#8211; das \u201eDeutsche Haus&#8220; &#8211; gegr\u00fcndet hatte und das Grab, die Grabkirche sowie das hinterlassene Verm\u00f6gen der heiligen Elisabeth in und um Marburg verwal\u00adtete. Au\u00dferdem scharten sich um sie eine Anzahl von Rittern der Umgebung, die schon zuvor im Sold der th\u00fcringischen Landgrafen auf deren Burgen ge\u00addient hatten, so au\u00dfer denen auf Schlo\u00df Marburg selbst die Schenken von Schweinsberg, die Herren von Nordeck, von Dernbach und andere. Ihnen ge\u00adgen\u00fcber standen diejenigen Ritter und Adligen im Lande, die auf den ehemals k\u00f6niglichen und jetzt erzbisch\u00f6flichen Burgen und Schl\u00f6ssern sa\u00dfen und die daher dem Erzbischof als ihrem alten Herrn treu und ergeben waren. Sie lehn\u00adten es ab, der aus Brabant her\u00fcbergekommenen und bisher ganz fremden Herzogin als neuer Landgr\u00e4fin zu huldigen. Die Herzogin Sophie war aber im Gegensatz zu ihrer Mutter eine resolute und kriegerische Frau<sup class='footnote'><a href='#fn-16-13' id='fnref-16-13' onclick='return fdfootnote_show(16)'>13<\/a><\/sup>. Sie stellte deshalb schon bald nach ihrer Ankunft eine Schar von wohlger\u00fcsteten, schwerbewaffneten Rittern und Reisigen zusammen und lie\u00df &#8211; nachdem so\u00adeben der alte Erzbischof Siegfried gestorben war und sie sich durch fromme Taten inzwischen die Gunst des Papstes erworben hatte<sup class='footnote'><a href='#fn-16-14' id='fnref-16-14' onclick='return fdfootnote_show(16)'>14<\/a><\/sup> &#8211; im Fr\u00fchsommer 1249 in einem Blitzfeldzug alle ihr nicht ergebenen Ritter niedermachen und ihre Burgen und Schl\u00f6sser durch h\u00f6rige Bauern der Umgebung bis auf den Grund zerst\u00f6ren<sup class='footnote'><a href='#fn-16-15' id='fnref-16-15' onclick='return fdfootnote_show(16)'>15<\/a><\/sup>: so die Burg Wei\u00dfenstein bei Wehrda, die Hunburg an der Ohm bei Anzefahr, die Hundeburg bei Oberrosphe, das Schlo\u00df Hollende bei Warzenbach und die Burg Blankenstein bei Gladenbach. Die Herren zu Hohenfels bei Buchenau konnten sich und ihre Burg nur dadurch vorl\u00e4ufig retten, da\u00df sie sich den Angreifern und der Herzogin bedingungslos ergaben.<\/p>\n<p>Das war ein schwerer Schlag f\u00fcr den neuen Erzbischof von Mainz, und er holte sogleich zum Gegenschlag aus. Seine erste Ma\u00dfnahme war, da\u00df er um\u00adgehend die Stadt Wetter wieder durch starke eigene Truppen besetzen lie\u00df. Die zweite war, da\u00df er anstelle der soeben zerst\u00f6rten Burgen, besonders der Hollende westlich von Wetter, des alten Sitzes der V\u00f6gte, und der Hunde\u00adburg \u00f6stlich von Wetter, des Sitzes der Ritter von Rosphe als Verwalter des Burgwalds, nun nord\u00f6stlich am Burgwaldrand, hoch \u00fcber dem alten Dorf Kene (sp\u00e4ter Keyne oder Kane) auf <strong>dem Berge \u201eElenhoug&#8220; <\/strong>eine neue starke Festung, <strong>die Burg Mellnau <\/strong>errichten lie\u00df<sup class='footnote'><a href='#fn-16-16' id='fnref-16-16' onclick='return fdfootnote_show(16)'>16<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Und dies war ein kluger Schachzug, ebenso geschickt und klug wie 15 Jahre zuvor die Gr\u00fcndung der Burg auf dem Frankenberg durch die th\u00fcringi\u00adschen Landgrafen, gegen die die neue Burg nunmehr in erster Linie gerichtet war. denn die Bergkuppe, auf der sie erbaut wurde, gew\u00e4hrte nicht nur einen weiten Ausblick in das Land nach Norden, S\u00fcden und Westen, sondern lag zugleich an und \u00fcber 3 wichtigen Fernstra\u00dfen, die sich damals alle bei Toden\u00adhausen kreuzten: Der alten Reichs- und Kaiserstra\u00dfe, auch Weinstra\u00dfe (d. h. Wagenstra\u00dfe) genannt, die von Frankfurt und Wetzlar \u00fcber Wetter am Sonn\u00adwendskopf vorbei nach Frankenberg und weiter nach Niedersachsen f\u00fchrte; einer Abzweigung der K\u00f6ln-Th\u00fcringer Handels- und Kaufmannsstra\u00dfe, auch S\u00e4lzerweg (d. h. Salzh\u00e4ndlerweg) genannt, die von Berleburg her\u00fcberkam und \u00fcber Niederasphe und Kene mitten durch den Burgwald nach Wohra, der Salzstadt Soden-Allendorf und Eisenach weiterzog; und <em>schlie\u00dflich <\/em>der politi\u00adschen Landstra\u00dfe von Battenberg, dem neuen oberhessischen Grafensitz, \u00fcber die heutige Schlagpf\u00fctze, \u00fcber Oberrosphe und Sch\u00f6nstadt nach Am\u00f6neburg, dem Zentrum der Mainzer Herrschaft in Oberhessen<sup class='footnote'><a href='#fn-16-17' id='fnref-16-17' onclick='return fdfootnote_show(16)'>17<\/a><\/sup>. Eine Festung, von der aus die Truppen des Erzbischofs alle diese wichtigen Stra\u00dfen beherrschen, vor allem aber den Verkehr zwischen den landgr\u00e4flichen Burgst\u00e4dten Marburg und Frankenberg sperren konnten, mu\u00dfte ein nahezu unbesiegbares Bollwerk sein. Und da\u00df die Burg Mellnau das war, hat sie in den folgenden Jahrhunderten des Mittelalters bewiesen.<\/p>\n<p>Die genaue Bauzeit der Burg ist nicht bekannt<sup class='footnote'><a href='#fn-16-18' id='fnref-16-18' onclick='return fdfootnote_show(16)'>18<\/a><\/sup>. Der hessische Chronist Riedesel, der etwa 100 Jahre sp\u00e4ter schrieb, l\u00e4\u00dft sie schon um das Jahr 1246 entstehen und um dasselbe Jahr dagegen die Burg Frauenberg s\u00fcdlich von Marburg errichten<sup class='footnote'><a href='#fn-16-19' id='fnref-16-19' onclick='return fdfootnote_show(16)'>19<\/a><\/sup>. Aber 1246 war die Herzogin Sophie von Brabant noch gar nicht im Land; sie kam erst 1248 nach Hessen, und der Frauenberg ist fr\u00fchestens 1252 vor allem gegen Am\u00f6neburg erbaut worden. &#8211; Der Frankenberger Chronist Gerstenberg, der um 1500 schrieb, verlegt die Errichtung anscheinend in das Jahr 1247<sup class='footnote'><a href='#fn-16-20' id='fnref-16-20' onclick='return fdfootnote_show(16)'>20<\/a><\/sup>. Aber auch bis dahin bestand eigentlich noch kein besonderer Anla\u00df f\u00fcr den Erzbischof von Mainz, hier eine neue Burg zu gr\u00fcnden, zumal er noch genug andere Burgen in der Umgebung zur Verf\u00fcgung hatte, die ihm entweder geh\u00f6rten oder die doch von seinen Anh\u00e4ngern besetzt waren. &#8211; Meist wird daher angenommen, da\u00df die Burg 1248 begonnen worden sei<sup class='footnote'><a href='#fn-16-21' id='fnref-16-21' onclick='return fdfootnote_show(16)'>21<\/a><\/sup>. Daf\u00fcr k\u00f6nnte immerhin sprechen, da\u00df der erste Chronist Riedesel sie jedenfalls schon vor der Zerst\u00f6rung von Wei\u00dfenstein und Hollende erbauen oder wenigstens beginnen l\u00e4\u00dft<sup class='footnote'><a href='#fn-16-22' id='fnref-16-22' onclick='return fdfootnote_show(16)'>22<\/a><\/sup>, zum andern aber der Fund einer Wetterschen M\u00fcnze aus dem Jahre 1248, sp\u00e4testens Anfang 1249, die auf der Vorderseite das Brustbild des Erzbischofs Siegfried, auf der R\u00fcckseite einen schreitenden Hirsch zeigt, der von den Fachkennern auf den Namen der neuen Wetterschen Schutzburg &#8211; \u201eElenhog&#8220; &#8211; gedeutet wird<sup class='footnote'><a href='#fn-16-23' id='fnref-16-23' onclick='return fdfootnote_show(16)'>23<\/a><\/sup>. Wenn damals wirklich der Bau der strategisch wichtigen Burg schon geplant oder begonnen war, so konnte er doch zumindest im Sommer 1249 noch nicht sehr weit ge\u00acdiehen sein, denn sonst h\u00e4tte die Herzogin sicher auch diese neue Trutzburg nicht unversehrt gelassen, sondern gleichfalls sofort wieder von Grund auf zerst\u00f6ren lassen, wie sie alle andern Mainzer Burgen der Umgebung dem Erdboden gleich machen lie\u00df. &#8211; Dies nun war allerdings ein Grund zur schleunigen Errichtung einer ebenso \u201emodernen&#8220; wie zentral gelegenen Kampfburg gegen die neuen Feinde in Oberhessen, vor allem grade als Ersatz f\u00fcr die Hollende, an deren Stelle sie danach tats\u00e4chlich in jeder Richtung trat. Es ist bekannt, da\u00df bald nach dem vernichtenden Blitzfeldzug der Herzogin durch Oberhessen der neue Erzbischof von Mainz Ende 1249 auf der Am\u00f6neburg eintraf, wo er verschiedene Ritter &#8211; sogar solche, die bisher den Landgrafen gedient hatten &#8211; als Burgmannen in seine Dienste nahm, zum Kampfe gegen jedermann, d. h. vor allem gegen die noch in Marburg weilende Herzogin von Brabant<sup class='footnote'><a href='#fn-16-24' id='fnref-16-24' onclick='return fdfootnote_show(16)'>24<\/a><\/sup>. Von hier aus d\u00fcrfte er damals auch die Anweisung zum sofortigen Aufbau der Burg Mellnau, vielleicht aufgrund schon bestehender oder eben fertiggestellter Pl\u00e4ne, gegeben haben. Fest steht, da\u00df die Burg von dem Erzpriestersitz Am\u00f6neburg aus aufgebaut worden ist, von dem aus sp\u00e4ter die Mittel zu ihrer Unterhaltung und zum weiteren Ausbau beschafft, ja sogar erzbisch\u00f6fliche Verwalter nach Mellnau gesetzt wurden. &#8211; Sp\u00e4testens Anfang 1250 wird also mit der planm\u00e4\u00dfigen Bauanlage begonnen worden sein<sup class='footnote'><a href='#fn-16-25' id='fnref-16-25' onclick='return fdfootnote_show(16)'>25<\/a><\/sup>. &#8211; Die neuere Meinung, die Burg sei erst \u201ebald <strong>nach 1250<\/strong>&#8220; erbaut worden<sup class='footnote'><a href='#fn-16-26' id='fnref-16-26' onclick='return fdfootnote_show(16)'>26<\/a><\/sup>, kann sich also nur auf die endg\u00fcltige Fertigstellung beziehen. Denn obwohl der Bau offenbar rasch voranging, dauerte es nat\u00fcrlich unter den damaligen Verh\u00e4ltnissen einige Jahre, bis ein solches massives Bauwerk auf der noch unbewohnten und unzug\u00e4nglichen H\u00f6he des Berges einwandfrei erstellt werden konnte.<\/p>\n<p>In ihrer ersten Gestalt d\u00fcrfte die Burg nur aus einem mehrst\u00f6ckigen steinernen Wohnturm mit wenigen Nebengeb\u00e4uden, dem eingeebneten und gepflasterten Innenhof sowie aus der alles umschlie\u00dfenden, mehrere Meter m\u00e4chtigen und hohen Ringmauer bestanden haben, in die Wehrg\u00e4nge und Schie\u00dfscharten f\u00fcr die Ritter eingelassen waren<sup class='footnote'><a href='#fn-16-27' id='fnref-16-27' onclick='return fdfootnote_show(16)'>27<\/a><\/sup>. Die Bau-, Transport- und Wegearbeiten besorgten die h\u00f6rigen Bauern der Umgebung. &#8211; <strong>Zwischen 1248 und 1252<\/strong> mu\u00df also der Gesamtaufbau der Burg, mit Befestigungsanlagen, Zufahrtswegen usw. erfolgt sein.<\/p>\n<p>Die Herzogin Sophie konnte dem Bau offensichtlich keine Hindernisse in den Weg legen<sup class='footnote'><a href='#fn-16-28' id='fnref-16-28' onclick='return fdfootnote_show(16)'>28<\/a><\/sup>. Denn einmal war sie grade Anfang 1250 mit ihren engsten Marburger Vertrauten und Gefolgsleuten nach Th\u00fcringen auf die Wartburg gezogen, um sich dort mit ihrem Vetter wegen der th\u00fcringischen Erbschaft auseinanderzusetzen. Zum andern mu\u00dfte sie im Fr\u00fchjahr 1250 schon wieder in Brabant sein wegen \u00e4hnlicher Angelegenheiten. Sie konnte sich deshalb um die Vorg\u00e4nge in der Umgebung von Marburg im Augenblick nicht mit der Kraft k\u00fcmmern, wie sie es begonnen hatte. Daher war es ja auch den Anh\u00e4ngern des Erzbischofs so bald gelungen, ihre Leute aus der Stadt Wetter wieder zu vertreiben und sie fest in ihren Besitz zu nehmen. Damit beherrschten sie zugleich den ganzen mittleren und s\u00fcdlichen Burgwald, und im Schutz von Wetter konnte der Aufbau der Burg Mellnau ungest\u00f6rt vorangehen. &#8211; Die Gegner in Marburg konnten inzwischen weiter nichts tun, als &#8211; seit 1252 &#8212; gegen\u00fcber der Am\u00f6neburg die Burg Frauenberg zu errichten, die aber, weil ung\u00fcnstig gelegen, nie eine besondere Bedeutung erlangt hat<sup class='footnote'><a href='#fn-16-29' id='fnref-16-29' onclick='return fdfootnote_show(16)'>29<\/a><\/sup>.<\/p>\n<div style=\"width: 393px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/GrosserHuegel.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" \" alt=\"\" src=\"http:\/\/ditze.net\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/GrosserHuegel.png\" width=\"383\" height=\"211\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Der Name Mellnau stammt von dem Berg, auf dem die Burg erbaut wurde und bedeutet urspr\u00fcnglich \u201eGro\u00dfer H\u00fcgel&#8220;.<\/p><\/div>\n<p>Daf\u00fcr belegte der Erzbischof dann Anfang 1252 die Herzogin Sophie noch mit dem Kirchenbann<sup class='footnote'><a href='#fn-16-30' id='fnref-16-30' onclick='return fdfootnote_show(16)'>30<\/a><\/sup>. Und im Mai 1252 schlo\u00df er, wieder zu Am\u00f6neburg, ein Schutz- und Trutz-B\u00fcndnis mit dem Grafen Berthold von Ziegenhain und dem jungen Grafen Widekind von Battenberg, die ihm t\u00e4tige Hilfe gegen jedermann gelobten<sup class='footnote'><a href='#fn-16-31' id='fnref-16-31' onclick='return fdfootnote_show(16)'>31<\/a><\/sup>. Grade der letztere \u00fcbernahm dabei offenbar den pers\u00f6nlichen Schutz der neuen Burg Mellnau, die ja innerhalb seiner Grafschaft lag. Er erwies sich auch in den Fehden der folgenden Jahre stets als ein treuer Parteig\u00e4nger des Erzbischofs und erneuerte das Schutz- und Trutzb\u00fcndnis mit ihm gegen die Herzogin und Landgr\u00e4fin Sophie nochmals ausdr\u00fccklich zu Am\u00f6neburg im November 1259<sup class='footnote'><a href='#fn-16-32' id='fnref-16-32' onclick='return fdfootnote_show(16)'>32<\/a><\/sup>. Um diese Zeit mu\u00df die Burg Mellnau schon drohend und kampfbereit dagestanden haben, denn in den folgenden mehrj\u00e4hrigen K\u00e4mpfen der Landgr\u00e4fin gegen den Mainzer Erzbischof (zwischen 1261 und 1263) hat sie bereits eine bedeutsame politische und milit\u00e4rische Rolle gespielt.<\/p>\n<p>\u00dcber den Namen der Burg Mellnau ist ebenfalls viel ger\u00e4tselt worden<sup class='footnote'><a href='#fn-16-33' id='fnref-16-33' onclick='return fdfootnote_show(16)'>33<\/a><\/sup>. Er stammt von dem Berg, auf dem sie erbaut wurde, und ist nat\u00fcrlich sehr alt. In der ersten Urkunde von 1263 lautet er \u201eElenhouch&#8220;, wobei das \u201ech&#8220; wie ein \u201eg&#8220; zu lesen ist; in den folgenden 50 Jahren lautet er meist \u201eElenhoug&#8220; und \u00e4hnlich oder einfach abgek\u00fcrzt \u201eElnhog&#8220;<sup class='footnote'><a href='#fn-16-34' id='fnref-16-34' onclick='return fdfootnote_show(16)'>34<\/a><\/sup>, wie die Burg dann noch jahrhundertelang genannt wird. Dabei bedeutet die 2. Silbe nicht \u201ehoch&#8220; sondern \u201eH\u00fcgel&#8220; oder \u201eBerg&#8220;, und die 1. Silbe hat nichts mit der Elle zu tun, sondern kommt von dem altgermanischen Wort \u201eelan&#8220;, d. h. \u201egro\u00df&#8220;. Beides zusammen bedeutet also urspr\u00fcnglich \u201eGro\u00dfer H\u00fcgel&#8220; oder gro\u00dfer Berg<sup class='footnote'><a href='#fn-16-35' id='fnref-16-35' onclick='return fdfootnote_show(16)'>35<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Um das zu verstehen, mu\u00df man sich auf den Standpunkt der Bauern des Dorfes stellen, das damals unten im Tale am Fu\u00dfe des Berges lag und dessen erste, wohl chattische Bewohner ihm viele Jahrhunderte zuvor den Namen gaben. Wenn sie damals im tiefen Wiesengrund von \u201eKenaha&#8220; aus ihren H\u00fctten traten, dann erblickten sie vor sich stets als h\u00f6chste Erhebung &#8211; dem Sonnwendskopf gegen\u00fcber &#8211; eben diesen Berg, den sie danach in ihrer altdeutschen Sprache einfach \u201eelen houc&#8220;, den gro\u00dfen H\u00fcgel nannten. Als nun um 1250 der Erzbischof von Mainz auf diesem Berg eine Burg errichten lie\u00df, kam der Name bald in aller Munde. Allerdings kannten die fremden Schreiber oft nicht die genaue mundartliche Bezeichnung, und so entstanden die vielen Zwischenformen und Abwandlungen der Schreibweise in der Folgezeit<sup class='footnote'><a href='#fn-16-36' id='fnref-16-36' onclick='return fdfootnote_show(16)'>36<\/a><\/sup>. Aber auch die alte Bedeutung des Wortes war offenbar schon nicht mehr gel\u00e4ufig. So kam es, da\u00df man nun unter \u201eElen&#8220; &#8211; wie auch heute noch &#8211; einen Elch oder Hirsch verstand und den Namen als \u201eHirschh\u00fcgel&#8220; oder \u201eHirschberg&#8220; deutete. Nur daher konnte es geschehen, da\u00df die damals gepr\u00e4gten Wetterschen M\u00fcnzen unter Anspielung auf die neue Stadtbefestigung einen Hirsch trugen<sup class='footnote'><a href='#fn-16-37' id='fnref-16-37' onclick='return fdfootnote_show(16)'>37<\/a><\/sup>. Noch vielf\u00e4ltiger wurde die Schreibweise, als der Volksmund aus der Burg \u201eAm Elenhog&#8220; schon nach wenigen Jahrzehnten die Burg \u201eM&#8217;Elenhog&#8220; machte, woraus dann schlie\u00dflich, mit den verschiedensten Abwandlungen, \u201eMelnhau&#8220; und endlich \u201eMellnau&#8220; wurde.<\/p>\n<p>Weiterlesen: <a title=\"Die ersten Jahrzehnte der Burg Mellnau um 1260-1300\" href=\"https:\/\/chronik.mellnau.de\/?p=19\">Die ersten Jahrzehnte der Burg Mellnau um 1260-1300<\/a><\/p>\n<div class='footnotes' id='footnotes-16'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-16-1'> He\u00df, W., Der marburger Pfennig, in Hess. Jahrb. f. Landesgesch. Ed. 8 (1958) S. 71 ff., bes. S. 86 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-2'> Vgl. Boucsein, H., Der Burgwald, Marburg 1955, S. 47 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-3'> Vgl. Heldmann, A., Zur Geschichte des Stiftes Wetter, usw., in ZHG 34 (1901), s. 90. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-4'> \u00c4hnlich He\u00df, a. a. O., s. 89, auch f. d. Ebsd\u00f6rfer Grund usw. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-5'> Vgl. Demandt, K. E., Geschichte d. Landes Hessen, 1959, S. 142\/3. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-6'> Ebenso f\u00fcr Fritzlar: Demandt, K. E., Quellen z. Gesch. d. Stadt Fritzlar im Mittelalter, 1939, S. 8 ff.; Falckenheiner, Gesch. Hess. St\u00e4dte u. Stifter, S. 64 ff.; \u00e4hnlich G\u00f6rich, W., Fr\u00fchmitt. Stra\u00dfen u. Burgen in Oberhessen, Diss. 1948, S. 106 ff.: \u201eVerm. nach 1079&#8243;. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-6'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-7'> Vgl. G\u00f6rich, W., Ein Spiel mit St\u00e4dten und Burgen, in Gesch.-Beil. d. OP 1949, Nr. 20. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-7'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-8'> Heldmann, A., Zur Gesch. d. Stifts Wetter, a. a. O., S. 102 ff.; Sch\u00e4fer, K. H., Gesch. d. Ortschaften im Amt Wetter, Marburg 1929, S. 3 u. 26; Berndt, H., Der Burg\u00acwald, Diss. Marburg 1948 (Masch.) S. 114; Diefenbach, H., Der Kreis Marburg, 1943, S. 201; He\u00df, a. a. O., S. 86 ff.; Lennarz, U., Terr. gesch. d. hess. Hinterlandes, Diss. Marburg 1957 (Masch.), 5.51; Henseling, J., W\u00fcste Orte um Mellnau, in Hessenld.\u00acBeil. d. OP 1961, F. 22. &#8211; Soweit im Folgd. auf die Urkunden selbst nicht ausdr. verwiesen wird, finden sie sich in Anl. 1. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-8'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-9'> Anhalt, E., D. Kreis Frankenberg, 1928, S. 32; G\u00f6rich, W., Spiel mit St\u00e4dten u. Burgen a. a. O.; Demandt, K. E., Gesch. des Landes Hessen, 1959, s. 146 f. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-9'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-10'> Ilgen, Th., u. Vogel, R., Gesch. d. th\u00fcr. Erbfolgekrieges 1247\/64, in ZHG 20 (1883) S. 247; G\u00f6rich, W., a. a. O. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-10'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-11'> Dazu Wenck, K., Die letzten Jahre d. Ludow. Herrschaft, in Mitt. d. VHG.1899, S. 42 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-11'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-12'> Ilgen u. Vogel, a. a. O., S. 263 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-12'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-13'> Ilgen u. Vogel a. a. O., S. 240; Sch\u00e4fer, Ortschaften, a. a. O., S. 26. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-13'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-14'> Vogt, E., Mainz u. Hessen im sp\u00e4t. Mittelalter, Teil I. in Mitt. d. Oberh. Gesch. V., NF. 19 (1911) S. 12. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-14'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-15'> Ilgen u. Vogel, a. a. O., S. 272 ff.; G\u00f6rich, W., Die Hunburg b. d. Betziesdorfer Hainm\u00fchle, in Gesch.Beil. d. OP 1952, Nr. 90; Henseling, J., W\u00fcste Orte um Mellnau u. Oberrosphe (Forts.) in Hessenld.Bei1. 1961, F. 23. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-15'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-16'> Sch\u00e4fer, a. a. O., S. 27; Hampel, H., 700 Jahre Mellnau, in Gesch.Beil. 1950 Nr. 27; Henseling, J., a. a. O., F. 22. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-16'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-17'> Vgl. Diefenbach, H., a. a. O., S. 132; Hampel, a. a. O. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-17'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-18'> Landau, G., Die hess. Ritterburgen Bd. 4 (1839), S. 171 l\u00e4\u00dft den n\u00e4heren Zeitpunkt offen; anders in Beschr. des Kurf\u00fcrstentums Hessen (1842) II. 2. T., S. 391. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-18'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-19'> Riedesel bei Kuchenbecker, J. Ph., Analecta Hass., Coll. III, 7. Ebenso Plitt, J. J., Nachr. v. d. Stadt Wetter, 1769, 24; Winkelmann, J. J., Beschr. d. F\u00fcrstent. Hessen u. Hersfeld, 1697, T. 4 228\/9; Dersch, W., Oberh. Heimatgeschichte, 1925, S. 56. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-19'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-20'> Gerstenberg bei Diemer, H., Die Chroniken, 1909, S. 214\/15. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-20'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-21'> So schon Justi, K. W., Die Vorzeit 1838, S. 145\/47; Heldmann, A., Stift Wetter a. a. O., S. 81; auch He\u00dfler, C., Hess. Landes- u. Volkskunde, 1906\/7, I. 2. T., S. 274 und Sangmeister, E., Der Christenberg usw., 1921, S. 23. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-21'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-22'> Bei Kuchenbecker, Coll. III, S. 7. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-22'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-23'> Buchenauer, H., Der Marburger Brakteatenfund, Marburg 1924, 5.10\/11; He\u00df, W., Der Marburger Pfennig, a. a. O., S. 94. 24) Ilgen u. Vogel, a. a. O., S. 274. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-23'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-24'> Ilgen u. Vogel, a. a. O., S. 274. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-24'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-25'> So auch Landau, G., Beschr. d. Kurf\u00fcrstentums Hessen, 1842, II. 2. T., S. 391; \u00e4hnlich (um 1250) Reimer, Hist. Ortslexikon v. Kurh. 1926; G\u00f6rich, W., Der Christenberg in Hess. Heimat 1953, S. 17; derselbe, Burg Frauenberg, in Hessenld.-Beil. d. OP 1962, F. 10\/11; Boucsein, H., Der Burgwald, S. 2. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-25'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-26'> Vgl. Ilgen u. Vogel, a. a. O., S. 312; Hampel, H., a. a. O.; Eckhardt, W. A., \u201eMellnau&#8220; in Handb. d. Hist. St\u00e4tten, Bd. 4 S. 301. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-26'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-27'> Vgl. die \u00e4hnliche Anlage der etwa gleichzeitig errichteten Burgen Schweins\u00acberg: Eckhardt, W. A., in Gesch.Beil. d. OP 1953, Nr. 129, und Rauschenberg: ders. in Handb, d. Hist. St\u00e4tten Bd. 4 Hessen, S. 340. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-27'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-28'> Justi, K. W., a. a. O., S. 147; Landau, G., Die hess. Ritterburgen, Bd. 2, 1833, S. 201 ff.; G\u00f6rich, W., in Hessenld. a. a. O. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-28'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-29'> Ilgen u. Vogel, a. a. O., S. 245, 290 ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-29'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-30'> Vogt, E., Mainz und Hessen, a. a. O., s. 14. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-30'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-31'> Ilgen u. Vogel a. a. O., S. 311; Grotefend, Landgrafenregesten Nr. 35. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-31'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-32'> Ilgen u. Vogel a. a. O., S. 333; Grotefend, a. a. O., Nr. 61. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-32'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-33'> Vgl. Justi a. a. O., S. 145. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-33'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-34'> Im einzelnen vgl. Anlage 2. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-34'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-35'> Arnold, W., Ansiedlungen u. Wanderungen deutscher St\u00e4mme, 1875, S. 342;Bach, A., Deutsche Namenkunde, 1953, Bd. II, T. 1, \u00a7 288 S. 257; Berndt, H., Burgwald, s. 119. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-35'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-36'> Der Verf. hat \u00fcber 50 Schreibweisen festgestellt, vgl. AnL 2. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-36'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-16-37'> Vgl. Buchenauer, H., u. He\u00df, W., a. a. O. (Note 23 oben). <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-37'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor etwa 1000 Jahren, also um das Jahr 1000 nach Christi Geburt, war die Stadt Wetter der kulturelle, wirtschaftliche und zugleich landschaftliche Mittelpunkt des ganzen Gebietes, das heute von den Kreisen Marburg und Frankenberg umfa\u00dft wird1. Marburg und Frankenberg gab es damals noch nicht, ebenso wenig wie alle die andern St\u00e4dte und St\u00e4dtchen ringsum. Nur [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-16","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":113,"href":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16\/revisions\/113"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.mellnau.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}